Tantra Blog der Advaita Tantra Schule

19. Februar 2012

Verehrung statt Unterwerfung – BDSM und Tantra – ist das wirklich zu vereinen?

Filed under: Sexualität,Tantra — Schlagwörter: , , , , , — Advaita @ 13:40

CD hier im Shop erhältlich 16 €

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Immer wider erreichen mich von Kollegen die Aufforderungen, BDSM und Tantra eine Schnittstelle zuzugestehen, eine Parallele, die ich nicht sehen kann, Deshalb stelle ich diesen Artikel noch ein Mal ein und hoffe auf eine starke Auseinandersetzung.
„Bestrafe mich,
deine Größe macht mich klein,
du darfst mein Bestrafer sein….
Schließ mich ein in dein Gebet,
bevor der Wind noch kälter weht,
du sagst ja, ich denke nein,…
du darfst mein Bestrafer sein…“
Rammstein, CD „Sehnsucht“

Immer wieder begegnet mir das Thema, vor allem in meinen Körpertherapie –Seminaren, die die Teilnehmer im tantrischen Rahmen bei mir als Teil der Jahresgruppe durchlaufen. Ein Mal auch privat als Vergangenheit eines Partners und zunehmend auch als Tendenz/Dekor in genau diesem Magazin.
Viele Menschen, mehr als man denken sollte, haben die Neigung, sich zu sexuell erregenden Zwecken erniedrigen und körperlich quälen zu lassen. Da wird kunstvoll geschlagen, werden Gewichte an die Brustwarzen gehängt, Körperteile mit Stacheldraht umwickelt, heißes Wachs auf die Haut geträufelt, werden die Hände an das Bett oder eine Eisenstange gefesselt, die Hoden abgebunden, es wird gepeitscht mit der neunschwänzigen Katze oder dem Rohrstock, ein Eisenstab wird in den Anus eingeführt, man setzt sich auf dornige Stangen oder lässt sich von einem vermummten Mann mit Ledermaske in ein vollkommen verdunkeltes Zimmer führen und prügeln …Oder es werden erwachsene Menschen in Ledermaske an einer Leine geführt wie ein Hund und getreten und immer wieder auch verbal gedemütigt.(Siehe der Song „Bück dich“, und „Küss mich“ auch von Rammstein auf derselben CD).
Die Studios der Dominas haben jede Ausrüstung, die auch einem mittelalterlichen Folterkeller Ehre machen würde – mit Streckbank bitteschön. Aber natürlich riecht es besser, ist sehr sauber, ja sogar elegant. Weil alles freiwillig geschieht, wird teuer bezahlt und das Geschehen wird zum Lustgewinn inszeniert.
Es wird auch immer versichert, dass alles sehr kunstvoll gemacht wird, sodass ein Kunde niemals eine Verletzung davon trägt. Es wird auf die Grenze geachtet – bevor ein Hämatom entsteht oder gar Blut fließen würde – außer, der Kunde wünscht sich das anders!
In Frankfurt verzeichnen die Studios einen erstaunlichen Anstieg ihres Umsatzes, was das „Frankfurt Journal“,
eine Stadtzeitung und Programmzeitschrift, vor einigen Wochen zu dem Titelblatt „Schmerz am Main“ inspirierte. Da ist ein Businessmann mit Anzug und Krawatte zu sehen, der von einer elegant in engem Korsett gekleideten Domina Schlips gepackt wird – er schaut erwartungsvoll zu ihr auf. Sie ist übergroß und er darf klein sein.
Viele Menschen haben sexuell gefärbte Gewaltphantasien, die sie nie ausleben. Diese Vorstellungen und Alb-oder Wunschträume bleiben in ihren Gedanken, werden versteckt vor den Mitmenschen, vor allem dem Partner, und werden nicht ausagiert, bleiben in der Tabuzone. Die Szene brüste sich damit, aus dieser als kleinbürgerlich verschrieenen Tabuzone ausgebrochen zu sein und es gilt als schick, auszuleben, was sich so ein Spießer eben nicht traut. Es werden neurotische Zwangshandlungen verfestigt und die tiefe Verletzung dahinter wurde verdrängt -so weit ins Unbewusste, dass die Ursache der Verquickung von Schmerz und Lust nicht mehr realisiert wird. Dies behaupte ich nicht leichtfertig, sondern als Therapeutin, die keinerlei moralisierende Sicht auf das Phänomen hat. Im Verlauf der Jahrzehnte gibt es viele Teilnehmergeschichten, die eine SM Historie haben. Speziell durch die von mir entwickelte Schattenarbeit kommen diese dunklen Seiten in der frühkindlichen Biographie ans Tageslicht. Wenn diese Teilnehmer in der Arbeit bleiben, verliert SM den Kick, weil sie die Ursachen emotional verstehen und diese Art der Befriedigung nicht weiter verfolgen wollen und weil sie eine andere Art der tiefen Befriedigung erleben: tantrische Sexualität.
Ich bin selbst keine Insiderin, da ich nie den Wunsch verspürte, auf diese Weise dominieren zu lernen oder gar die Kunst der Hingabe. Ich weiß auch, dass SM ein sehr komplexes Phänomen ist. Diese Komplexität kann hier nicht gewürdigt werden.
Hier ein kleines Zitat von der Seite „Datenschlag“ im Netz:
„Geschichte
Vor der Pathologisierung des SM durch Krafft-Ebing (1886/1997) galt SM weder als Krankheit noch als Sünde (Bullough & Bullough 1977). Verhalten, das wir als SM bezeichnen würden, kam ganz allgemein in uralten Hochzeitsritualen vor (Kokkoka 1150/1965; Nefzawi 1400/1964; Vatsysayana 450/1964). Im späten fünfzehnten Jahrhundert erschien der erste unzweideutige Bericht über SM, und zwar eher als medizinisches Kuriosum denn als Problem (zitiert in Ellis 1936). Andere, in ähnlicher Weise verfasste Fallstudien folgten, aber SM wurde noch immer eher als Kuriosum denn als Krankheit gesehen. Während es SM-Verhalten bereits vor dem fünfzehnten Jahrhundert gab, enthalten historische Berichte nicht ausreichend Informationen, um eindeutig festzustellen, ob dieses Verhalten einvernehmlich und/oder zu erotischen Zwecken erfolgte.“
Verwunderlich ist für mich der vorsichtige Ton und die Verwunderung der Psychologen, woher denn dieses Verhalten wohl kommen könnte. Jedes Jahr bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Menschen Schläge bekommen haben in der Kindheit, obwohl sich das Klientel verjüngt. Es ist auch vollkommen üblich, die Wirkung der Schläge herunter zu spielen. Der Satz:“Es hat mir nicht geschadet.“ ist unausweichlich der Begleiter bei dieser Auskunft. Dazu kommt der immer noch weitgehend unterschätzte frühkindliche Missbrauch, vor allem, wenn man, wie der Bioenergetiker Alexander Lowen, Prügel auf den nackten Hintern dazu zählt. Seine Begründung: diese Körperregion wird durch häufigen Schmerz betäubt. Außerdem bedeutet der Anblick eines süßen Kinderpos oft sexuelle Erregung für den „Erzieher“. Das Kind bekommt das unter Umständen intuitiv mit. Dann kommt noch hinzu, dass es auch schon im Säuglingsalter, beim Wickeln durch gefühlskalte und sadistische Mütter oder andere Erziehungspersonen zu ruppigen Berührungen der zarten Genitalien kommen kann, die die Sensibilität zerstören und das Empfinden betäuben. Zusätzlich kommt es vor, dass kleine Kinder bei der Sauberkeitserziehung an den Genitalien manipuliert/stimuliert werden oder sogar misshandelt: Bisse in den Po, Tritte in die Schamgegend und Schläge auf die Genitalien, auch anale Penetration sind leider nicht vollkommen unüblich. Wer so früh den unmittelbaren Zusammenhang von Lust und Schmerz kennen lernt, der kann später nicht oder schwer unterscheiden. Im Stammhirn, wo alles abgespeichert wird, auch als frühes Nervenreaktionsmuster, was später nicht mehr ins Frontalgehirn durchdringt, werden die Impulse gelegt für späteres Verhalten.
Da sich später niemand daran erinnern kann, wird dieser Umgang mit den lustspendenden Organen vergessen, ist aber als Verhaltensprogramm etabliert. Wer sich darüber informieren will, wie das funktioniert, der lese „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller.
Grundsätzlich komme ich auch von der Körpertypenlehre von Wilhelm Reich, deren grundsätzliche Stimmigkeit ich immer wieder feststelle. Demnach wären vor allem der Maso und der Psychopath auf der Szene anzutreffen. Zumindest ist anzunehmen, das Charakterzüge dieser beiden Körpertypen dominieren: Mächtig sein und/oder sich zu unterwerfen kennzeichnet diese Menschen. Auch, dass viele geren die Rolle wechseln, spricht nicht gegen die Körpertypenlehre, sind doch die meisten Menschen Mischtypen. Wobei natürlich die Unterwerfung die Rolle des Kindes ist und die dominante Rolle die des Erziehers ist.
Die dominanten Körpertypen (der Psychopath und der Rigide) identifizieren sich mit dem Aggressor und verdrängen auf diese Weise die Schmerzen des Opfers. Macht ist eben supergeil und offensichtlich für manche Menschen auch die Ohnmacht. Schon oft habe ich mit Teilnehmern den Unterschied zwischen tantrischer Hingabe und dem Opfertrip diskutiert. Im Tantra wird die Fähigkeit zur Hingabe entwickelt, die abgrenzenden Aspekte des Egos fallen zu lassen, im Idealfall ohne Akt des Willens, sondern allein durch die Seligkeit des Verschmelzens. Für diesen Idealfall sind die Hindernisse allerdings Legion, wie wohl jeder weiß, der tantrische Vereinigungsrituale leitet! Außerdem fehlt dieser Hingabe die Zwanghaftigkeit der neurotischen Wiederholung, die jeden Opfertrip begleitet. Und sie ist begleitet von sensibler Wahrnehmung dessen, was gerade geschieht, kennt den Unterschied von Selbstaufgabe und Hingabe. Sich hingeben kann nur ein Mensch, der die Wahl hat und zumindest sich auskennt mit den eigenen inneren Zwängen.
Manchmal ist es sehr schwer für die Betroffenen, aus den alten Mustern auszubrechen.
Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin, die sich immer wieder anmelden wollte für die Primärgruppe, es dann aber unter dem Strich nie getan hat. Ihr Ehemann stand auf Latex und Windelspielchen, auf Defäkation während des Liebesaktes. Sie selbst ist eine sehr hochgewachsene und selbstbewusste, charakterstarke Frau, bei der man nicht vermuten würde, dass sie sich dreißig Jahre lang darauf eingelassen hat. Ihr Ehemann gilt als erleuchtet (!) bei seinen Schülern, praktiziert Zen seit Jahrzehnten und natürlich würden auch die Schüler solche Praktiken bei ihrem Meister nicht vermuten. Ich fragte sie ein Mal, ob sie es denn nicht auch genossen hätte, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie diese Praktiken jahrzehntelang mitmachte ohne Konsens! Sie sagte, keine Sekunde, nicht den Bruchteil einer Sekunde hätte sie es je genossen. Sie wolle sich scheiden lassen und Schluss machen damit! Sie hat sich aber nie angemeldet, und nach einiger Zeit war ihre Stimme immer noch auf dem gemeinsamen AB..
(Diese Geschichte hatte unter anderem auf mich die Wirkung, dass ich den Buddhismus abhakte, mit dem ich zwei Jahre sehr intensiv geflirtet hatte. Ich sagte mir: wenn es möglich ist, Buddhismus zu praktizieren und trotz aller Meditation dieser Lebensbereich vollkommen unberührt und abgespalten bleibt, dann verzichte ich auf diesen Weg. Das ist wie in der katholischen Kirche, wo 10 – 15 % der abstinenten Gottesmänner Zöglinge missbrauchen, und alle Gebete das auch nicht verhindern!)
Eine andere, ein reife Frau, deren besonders abscheulicher Missbrauch durch den Großvater(ein verurteilter Pädophiler!) vollkommen aufgedeckt war, hatte einen Partner, bei dem regelmäßig, während eines „normalen“ Liebesaktes, die „dunkle Seite“ durchkam. Er begann dann, aus dem Nichts scheinbar, sie zu ohrfeigen und verbal aufs Schlimmste zu demütigen als „Schlammfotze“, „Flittchen“, „Stück Scheisse“ und so weiter. Sie fragte mich unter Tränen, ob sie das ertragen müsse dafür, geliebt zu werden. Ich versuchte, sie vom Gegenteil zu überzeugen und zunächst sah es so aus, als gelänge das.
Sie war schwer orgasmusgehemmt, aber das konnten wir beheben! Sie brachte sogar ihren Freund mit, der tatsächlich auch eindeutig ein masochistischer Körpertyp war. Sie fand einen anderen Liebhaber in der Gruppe und alles war erst ein Mal ganz wunderbar, sie nahm sogar an einem Fortgeschrittenenseminar teil.
Aber dann, nach einer Weile, hörten wir nichts mehr von ihr und dann trug es uns die Gerüchteküche zu: Sie war zu ihrem alten Freund zurück gekehrt und es ging weiter wie zuvor!
Und so gibt es noch viele Geschichten, jedes Jahr einige – ich könnte ein Buch darüber schreiben.
Immer wieder: Züchtigung verbunden mit Missbrauch, hetero, homo – einzeln oder sogar mit mehreren Erwachsenen, die sich an einem Kind gütlich tun. Manchmal sind es auch ältere Geschwister: die Variationsbreite ist endlos, die Häufigkeit und Schwere und der Grad der Verdrängung auch, die schlimmen Konsequenzen für die Betroffenen sind Legion: vor allem sexuelle und emotionale Schwierigkeiten, gesundheitliche Störungen, neurotisches Abwehrverhalten.
Ob aber jemand tatsächlich dann auf die Szene geht oder nicht, oder das erlebte Trauma im geheimen blüht, das hängt von vielen Faktoren ab, die zu erforschen hochinteressant wäre.
Zum Schluss möchte ich einen Teilnehmer selbst sprechen lassen:
„Seit ich mich daran erinnern kann, habe ich Gewaltphantasien, in der ich von Frauen gequält und misshandelt werde bzw. diese selbst folterte. In meiner Kindheit war ich der Indianer, der am Marterpfahl stand, in meiner Jugend der Agent, der durch feindliche Agentinnen gefoltert wurde oder der Soldat, der Frauen vergewaltigte. Meine sexuellen Phantasien drehten sich hauptsächlich um Schmerz und Lust. Abgesehen von leichten Fesselspielen praktizierte ich bis zum Alter von 30 Jahren ganz normalen Blümchensex .
Meine ersten SM-Erfahrungen machte ich erst, als ich fest im Berufsleben stand und genügend Geld für Studiobesuche hatte. Der Besuch im Studio war dann für mich auch wie Weihnachten und Ostern zusammen. Empfangen wurde ich von einer bildhübschen Domina, die sehr einfühlsam auf meine Wünsche und Ängste bzgl. der folgenden Session einging. Die Session fand in einem dunklen, schwarzroten Raum statt, in dem Ketten und Fesseln an den Wänden befestigt waren bzw. von der Decke hingen. Das Outfit der Domina durfte ich wählen und ich entschied mich für Stiefel, Slip und nackten Oberkörper, so dass ich mich während der Session an ihrem Busen aufgeilen konnte. Nachdem ich geduscht hatte und sie sich entsprechend umgezogen hatte, begann die Session. Zuerst band Sie meine Hände an einer Eisenstange fest, die von der Decke hing.
Um mein Hinterteil für die eigentliche Behandlung vorzubereiten, schlug sie mir mit der flachen Hand mehrfach auf den Po. Anschließend bearbeitete sie meinen Rücken und den Po mit einer Peitsche. Die Auspeitschung erfolgte professionell, d.h.es wurde nur auf die großen Muskelgruppen geschlagen, keine Schläge auf die Nieren, Lungen usw. Diese Auspeitschung wurde unterbrochen durch die Bearbeitung meiner Brustwarzen mit diversen Klammern. Um den Schmerz noch zu steigern, wechselte sie irgendwann, als mein Körper schon schweißgebadet war, zum Rohrstock über, ein höllisches Instrument. Konnte ich bis dahin noch meine Schmerzensschreie unterdrücken, brach nun die ganz Qual in lauten Schreien aus mir heraus. Plötzlich und ohne Vorwarnung begann sie dann ganz sanft meine abgebunden Hoden und Penis zu massieren, bis er richtig schön fest wurde. Dabei drückte sie immer wieder ihren geilen Körper an mich. Als ich mich gerade so schön an sie schmiegen wollte nahm sie wieder den Rohrstock in die Hand und schlug zu. Mein Körper war nur noch Lust, Schmerz und Ekstase. Ich hatte das Gefühl ganz nahe bei mir zu sein, war high von mir selbst. Als ich so richtig am „wegfliegen“ war, band sie mich los und befahl mir, mich auf eine Streckbank zu legen. Sie entfernte ihren Slip, stimulierte meinen Penis mit der Hand, streifte ein Kondom drüber und setzte sich mit ihrer Möse auf mich und begann, mich zu ficken. Eingefleischte Sklaven und Dominas werden jetzt aufschreien, ja mir ist bekannt, dass 90% aller Dominas nicht berührbar sind, und sich von der Prostitution distanzieren. Aber es gibt immer noch einen Graubereich der Bizarrladies, die auf solchen Lust- und Schmerzspielen stehen. Wie ja der obengenannten Schilderung zu entnehmen ist, war ich ziemlich high nach dieser Session und das Glücksgefühl hielt auch noch ca. 6 Stunden an. Keine Trauer, keine Melancholie, sondern nur das Bedürfnis, das Ganze zu wiederholen. Neben einigen Sessions im privaten Bereich, die aber aufgrund der mangelnden Ausrüstung und fehlender Erfahrung nicht mit der Professionalität in Studios zu vergleichen sind, besuchte ich die nächsten 10 Jahren eifrige diverse Studios und Bordelle.
Da ich aber immer schon das Bedürfnis hatte, Spiritualität und Sex zu verknüpfen entschied ich mich, ein Tantra -Seminar zu besuchen. Vor allem war ich fasziniert von den dunklen Gottheiten Shiva und Kali, der Möglichkeit intensiven Sex zu erleben: vielleicht konnte ich das ganze ja auch noch mit SM kombinieren. Und dann kam alles ganz ganz anders…Nachdem ich in den folgenden Jahren eine Vielzahl von Advaita-Seminaren besuchte, änderte sich meine Einstellung zum SM komplett. Im Rahmen der tantrischen Primärtherapie entdeckte ich den Grund für meine Faszination am Schmerz und an dominanten Frauen. Üble Erfahrungen mit katholischen Kindergärtnerinnen, sadistische Nachbarinnen und bedrohliche Krankenschwestern ließen in meiner Psyche den Wunsch nach starken Frauen, die mir Schmerzen zufügen, entstehen. Ich identifizierte mich mit dem Aggressor und unterwarf mich starken Frauen, um sie dann beim Sex selbst wieder zu beherrschen.
Seitdem war ich in keinem Studio mehr und die sado-masochistischen Phantasien gingen stark zurück. Das Bedürfnis nach intensivem Sex und spirituellem Erleben ist immer noch vorhanden und kann zum Glück im Tantra auch ausgelebt werden. Ein Satz von Advaita hat sich mir in der Zeit als Teilnehmer der Jahresgruppe besonders eingeprägt: „Im Tantra geht es um Verehrung nicht um Unterwerfung“. Shiva verehrt seine Shakti, dazu muß er gleichzeitig Liebhaber und Krieger sein und kein Sklave. Shakti genießt und erfreut sich an der Verehrung ihres Liebhabers und obwohl sie unglaublich stark ist, unterwirft sie ihn nicht sondern sieht ihn als gleichberechtigten Liebhaber im Tanz der Lust, Kraft und Ekstase. „

Advaita Maria Bach, 27.4.07 in Wiesbaden

20. Juli 2011

Orgasmus ohne Liebe

Galaxie als Metapher für den Orgasmus

Advaita beantwortet vier Fragen zum Thema Orgasmus 16 € hier im Shop

Ganz genau lautet die Frage: Wenn ich einem Mann mitteile, dass ich ihn nicht liebe, dann öffnet sich bei mir das Tor. Wäre ich aber ernsthaft verliebt, dann laufe ich weg und in meinem Körper tut sich nichts. Wie löse ich das ? Wie komme ich aus diesem Muster raus?
Ganz offensichtlich geht es hier um die Angst vor der Liebe, oder vielmehr die Angst vor der Verbindung von Lust und Liebe. Vor Verbindlichkeit, vor der tiefen Berührung des Herzens.
Der Orgasmus wird bei dir verknüpft mit einer Risikoangst, wenn es wirklich um eine tiefere Verbindung ginge. Die Lösungsfrage dreht sich um den Punkt in deinem Leben, an dem sich die Liebe von der Lust, vom Sex getrennt hat. Du hast es geschafft, Nähe vom Sex zu trennen.
Wahrscheinlich in der Kindheit, durch übergriffiges Verhalten einer Person aus deinem Umfeld hast du gelernt, den Sex zuzulassen und gleichzeitig innerlich auszusteigen. Das ist ein relativ häufiges Phänomen. Es ginge darum, die Urszene zu finden, am besten durch Körpertherapie.

Doch ist es auch wichtig, dass du dich selbst fragst, wie erfassend der Orgasmus, den du “ohne Liebe”hast, denn auch wirklich ist. Ist dein ganzer Körper in einem Beben oder ist der Orgasmus eher
auf die Klitoris konzentriert?
Wenn du an Liebe denkst, welche Angst genau hast du? Vereinnahmt zu werden, verlassen zu werden, ausgenutzt zu werden, verraten zu werden, betrogen zu werden?
Was ist so gefährlich an der Liebe, die dir vorgelebt wurde, das du meinst, die Kontrolle darüber nicht aufgeben zu können?
Oder gab es Vorbilder in deiner Jugend für abgetrennten Sex?
Haben deine Eltern vielleicht der Umwelt eine gute Ehe vorgespielt, aber dann hast du eines Tages Pornohefte unter dem Sofa gefunden?
Hatte einer deiner Eltern oder beide ein Verhältnis, eine Affäre, war “untreu”?
Gab es einen Unterschied von Schein und Sein?
Wieso kannst du der Liebe nicht vertauen?
Was ist an Männern nicht vertrauenswürdig?
Beantworte dir diese Fragen, vielleicht schriftlich, so spontan wie möglich. Sei absolut ehrlich.
Finde deinen inneren Konflikt, deine Widersprüche.
Es geht um deine Projektionen, die Resultate von Erfahrungen sind, die vielleicht verdrängt wurden.
In der Tiefe geht es um das Thema Männerhass. Es kommt dir vielleicht übertrieben vor, meine Erfahrungen haben aber gezeigt, dass hinter einer solchen Abtrennung von Körper und Herz zum Beispiel der Satz steckt: “Du kriegst mich nicht.” Spiele damit. Kommt er dir bekannt vor?
Ist das ein Gefühl, dass dich vor Ohnmacht rettet?
In deinem Leben: wie kommst du mit Männern aus? Mit dem Chef? Hast du vielleicht besondere Probleme mit männlicher Autorität?
Hast du männliche Freunde? Wiesehen diese Freundschaften aus?
Deine Beziehungen? Ist es nicht möglich, wenn du einen Mann länger kennst, dass du deinen Widerstand aufgibst?
Ich hoffe, es hilft dir weiter, dir diese Fragen zu stellen.

20. Juni 2011

Verminderter Sex nach einer Trennung

Filed under: Allgemein,Sexualität — Schlagwörter: , , , , — Advaita @ 05:45
Advaitas CD zum Thema Orgasmus, 16 € plus Versand

Advaita beantwortet vier Fragen zum Thema Orgasmus

Ganz genau heisst die Frage:
Ich beschäftige mich mit der Frage, warum ich nach der Trennung von meiner Frau vor neun Jahren nur zwei kurze Beziehungen und sonst auch keinen Sex zugelassen habe. Ich mache diese Kurse, um wieder eine Normalität zu erreichen. Wie geht das?
Es ist anzunehmen, dass wohl die Trennung stattgefunden hat auf der äußren Ebene, aber die innere Trennung hat nicht statt gefunden.
Als erstes frage dich- und antworte nicht zu schnell:
Hast du Schuldgefühle? Wie ist die Trennung verlaufen? Hast du deine Frau verlassen oder ging die Trennung von ihr aus? War der Grund für die Trennung sexueller Natur?
Mit welchen Wertvorstellung bist du aufgewachsen?
Wahrscheinlich bist du aufgewachsen mit der Wertvorstellung, dass die lebenslange Monogamie das einzig richtige oder zumindest moralisch richtige Modell ist.
Oder dein Vater hat deine Mutter “betrogen” und sie hat darunter gelitten?
Wie kommst du zur Normalität zurück?
Indem du wieder und wieder den Glaubenssatz: “Ich habe mich schuldhaft verhalten, weil ich die Trennung wollte und durchgesetzt habe” loslässt.
Oder den Satz: “Ich bin schuld am Leiden der Frau”. Das Unbewusste kennt nur die einfachsten Cliche´s.
Deine verminderte Sexualität nach der Trennung ist eine unbewusste Selbstbestrafung. du verbietest dir sexuellen Genuss, weil du glaubst, ihn nicht haben zu dürfen..
Arbeite mit der Affirmation:”Ich bin unschuldig”, am besten jeden Abend vor dem Schlafengehen.
Der Schlaf ist unser tägliches Absinken in das Unbewusste. Wenn du es mal beobachtet hast:
der letzte Gedanke vor dem Einschlafen ist der erste beim Aufwachen.
Die zweite Affirmation wäre: “Ekstatischer Sex ist mein Geburtsrecht”.
Diese zwei Affirmationen sind ohne Erwähnung des Negativen (ganz nach NLP-Regeln).
Jetzt werden Affirmationen nicht gleich deshalb wahr, weil man sie ausspricht oder dran glaubt.
Es geht darum, im Laufe der Zeit eine Energie aufzubauen, die die Verwirklichung wahrscheinlicher macht.
Sollte das nicht helfen, wäre es sinnvoll, eine Therapie aufzusuchen, um deine Selbstblockade zu bearbeiten. Viel Erfolg! Advaita Maria Bach

10. Mai 2011

Woher kommen die Orgasmusblockaden?Wo können sie sitzen?

Über das “Orgasmus-Seminar” hätte ich genau so schreiben können: “Orgasmusblockaden”.
Aber dann wäre die Resonanz nicht so groß gewesen. Wer bekennt sich schon gerne dazu, sexuell blockiert zu sein?
Es gibt relativ wenige Ursachen, die doch häufig verdrängt sind.
1) eine sexuell repressive Kindheit mit vielen sexuellen Verboten und Gewalt. Diese Verbote wirken auch – was sehr häufig vorkommt- durch Ignoranz der pubertären Entwicklung in der Familie. 95% aller Teilnehmer erklärten auf Nachfrage, dass Sexualität niemals Thema gewesen sei in der Familie. Die Frage nach Unterdrückung hätten sie verneint, weil es eben “kein Thema” war. Gerade darin besteht aber die Unterdrückung, neben den Szenarien, in denen die Sexualität verteufelt wurde. Das kommt heute seltener vor, obwohl das in ländlich-konservativen Gegenden mit katholischem Einschlag noch üblich sein kann.
Das Verschweigen eines so wichtigen Themas kommt einer Unterdrückung gleich. In einem solchen Klima wird auch wortlos mitgeteilt, atmosphärisch vermittelt, dass man sich ein Sich-Gehen-Lassen
besser verbietet, den “was sollen denn die Leute denken?” Obwohl “die Leute” nie gefragt werden, was sie denken! Der Orgasmus bedeutet aber die Hingabe an die Reflexe des Körpers, der Lust erleben will.
Vor allem Frauen wurde und wird in fast allen Weltreligionen die Lust als nicht ehrbar vermittelt.
Wenn eine Frau zu ihrer Lust steht, dann wird sie eher als Hure gesehen. Oder passen die Worte lustvoll und ehrbar zusammen? Der Gewohnheit nach eher nicht..
Erschütternde Dramen und Kindheitsszenarien zeigen sich, wenn man mit wirklich aufdeckender Körpertherapie an diesem Thema arbeitet. Die ganze Verlogenheit der Gesellschaft kommt dabei zum Vorschein, manifestiert durch Individuen, Mütter und Väter, Priester, Pfarrer, Erzieher.
Teilweise ergötzen sie sich missbräuchlich an der kindlichen Sexualität, die sie offziell verdammen.
Das ruft Blockaden hervor, deren Ursachen meistens verdrängt sind und in mühsamer Kleinarbeit ins Bewusstsein und die Erinnerung geholt werden müssen..erinnern wir uns an die Missbrauchsskandale, die vor fast zwei Jahren die Republik erschütterten, von deren Verfolgung man heute aber leider wenig hört.
Laut Alexander Lowen ruft auch Schlagen auf den Po sexuelle Blockaden hervor, weil dann diese Körperregion traumatisiert wird.
2) ein reelles sexuelles Trauma
Das Erleben von übergriffigen Erwachsenen bis hin zum Missbrauch. Es ist bekannt, dass sich die Opfer selbst schuldig fühlen, was die Aufdeckung sehr erschwert. Wenn sich das Kind an Lustgefühle bei der Tat erinnert, gibt es sich selbst eine Mitschuld. Das führt zur emotionalen Verwirrung.,die sich im erwachsenen Leben fortsetzt. Spätestens seit den Skandalen ist klar, dass sich das sehr viel häufiger abspielt, als man denkt. Ich halte den Missbrauch nach wie vor für die am wenigsten geahndete Straftat.
Sehr häufig schwört der Täter das Kind auf “unser Geheimnis”. Das Kind fühlt sich manchmal sogar geehrt und das Tabu wirkt fort. Abspaltung und Verdrängung sind die Folge.
Weit unterschätzt wird auch der Missbrauch von kleinen Jungen.
Ich empfehle immer wieder den Film “Das Fest” von Lars von Trier, der aufzeigt, wie das System Familie
mit dem Thema umgeht: die Opfer werden zu Nestbeschmutzern umerklärt- ohne Reue der Täter.
http:/de.wikipedia.org/wiki/Das_Fest_(Film)
hier noch ein Link, der etwas burschikos, aber dennoch nett bebildert, Wahres und Wissenschaftliches zum Thema breit hält:
“http://www.jolie.de/bildergalerien/15-dinge-die-sie-ueber-den-orgasmus-wissen-sollten-281738.html”>
Und wo sitzen die Blockaden?
Im Kopf natürlich auch: unbewusste Schuldzuweisungen, oder Angst vor dem Schmerz, der das Thema bedeutet bei verdrängter Traumamtisierung. Der Orgasmus bedeutet eine Öffnung. Wenn man sich öffnet, kommt alles herein, wie bei einem geöffneten Fenster. Die Blockade kann man mit einem Fenster vergleichen, das geschlossen wird, um Regen und Sturm auszuschliessen.
Aber dann sitzen die Blockaden durchaus auch in den Genitalien, die verspannt sind.
Der Bioenergetik nach halten chronsiche Muskelverspannungen verdrängte Gefühle fest.
Manchmal ruft auch eine ruppige Sauberkeitserziehung genitale Verspannungen hervor, die so alt sind, weil sie so früh hervorgerufen wurden.
Dann gibt es noch die Verspannungen, die den ganzen Körper durchziehen und natürlich auch das selige Loslassen verhindern. Ein guter Orgasmus durchströmt den ganzen Körper, den ganzen Menschen und berührt auch seine Seele. Die Tantriker meinten, dass dieser Zustand der Erleuchtung sehr nahe sei, befreit von den Fesseln des Verstandes. Und so können Mann und Frau “den Pfad der Befreiung” gehen..
Wir haben in unserer Arbeit gute Erfahrungen gemacht mit Bioenergetik in der Therapie und die Krönung sind dann die tantrischen Rituale. Da wird die orgasmische Energie kontrolliert, um sie auf höheren Ebenen wirksam werden zu lassen. das empfehle ich nur denen, die orgasmisch sind.
sonst verwechselt das Unbewusste noch Kontrolle mit Unterdrückung statt Erhöhung!

20. April 2011

Migräne/Kopfschmerzen nach dem Orgasmus

Hier die nächste Frage.
Wie ist es erklärbar, dass ich eine Zeit lang jedes Mal nach dem Orgasmus Kopfschmerzen bekam für den Rest des Tages? War ich mehr verspannt als entspannt?
Das ist eine Beschwerde, die relaitiv häufig genannt wird. Manche Frauen bekommen nicht nur Kopfschmerzen, sondern eine richtig heftige Migräne.
Dein Unbewusstes bestraft dich für den Genuss des Orgasmus mit gesundheitlichen Schwierigkeiten.
Beantworte dir selbst folgende Fragen:
Wie war das sexuelle Klima in deiner Kindheit?
Hast du jemals mitbekommen, dass deine Eltern sexuell/erotisch und zärtlich miteinander umgehen
vor den Kindern?
War das Klima zu Hause religiös? Sexfeindlich?
Bist du katholisch?
Wurde Sexualität als etwas Sündhaftes bezeichnet?
Oder vollkommen ignoriert?
Wie gingen deine Eltern mit deiner Pubertät um?
Machte ihnen deine Geschlechtsreife Angst?
Hast du deine Eltern jemals nackt gesehen?
Hast du das Gefühl, die Sexualität nicht mehr geniessen zu dürfen als deine Mutter, die verklemmt war?

Spiralnebel, metapher für Orgasmus

Orgasmusmetapher


Wahrscheinlich kommst nach der Beantwortung dieser Fragen zu dem Schluss, das du verdrängte Schuldgefühle hast. Verdrängt und abgespalten deshalb, weil du dich selbst für einen sexuell freien
und aufgeklärten Menschen hältst und vielleicht sogar dieselbe Meinung von deinen Eltern hast.
Während meiner Arbeit habe ich oft fesgestellt, dass viele Familien ein pseudoliberales Verständnis
von Sexualität haben. Es gibt keine Verdammung an der Oberfläche, sondern direkt darunter, sie zeigt sich eher in Ignoranz oder dem Ausblenden kontrovers besetzter Themen. Darin, dass gewisse Vokabeln, Signalwörter in familiären Konversationen eben einfach erst gar nicht vorkommen.
Die Kopfschmerzen oder die Migräne sind eine Methode der Autoagression, der Selbstbstrafung
für deine Schuldgefühle beim Sex. Morgends ist das Unbewusste am akivsten, weil wir dann direkt aus dem Schlaf kommen, deshalb setzeb dann die Kopfschmerzen ein.
Es kann helfen, zusätzlich zur Erforschung der negativen Glaubenssätze, in der Therapie mit bionergetischen Übungen die Wahrnehmung iin den Unterleib zu schicken und dort zu halten.
Die Kopfschmerzen/Migräne sollen dich davon abhalten, den Kontrollverlust zu geniessen, den ein Orgasmus bedeutet. Orgasmus ist ein anderes Wort für Vertrauen – in dich, den Partner, das Leben, deinen Körper, die Liebe, das Loslassen! Ja, duwarst mehr verspannt.

29. März 2011

Weiter mit dem Thema Orgasmus..

Filed under: Sexualität — Schlagwörter: , , , — Advaita @ 08:35

Ein(e) Teilnehmer(in) des Orgasmusseminars stellte folgende Frage:
Warum bin ich eher und schneller im Außen als bei mir, im Innern?

Ich nehme an, wenn du darüber nachdenkst, dass das auch bei nicht-sexuellen Zusammenhängen so ist..
Dein Unbewusstes möchte erst sicher gehen, dass du ungestraft und im Konsens mit der Aussenwelt handelst. Du hast wahrscheinlich früh in der Kindheit gelernt, dass du nur bei Strafe die Erwartungen der äusseren Welt enttäuschen darfst.. oder auf keinen Fall auffallen! Vielleicht gab es ausgesprochene oder unausgesprochene sexuelle Tabus.
Die Psychologie unterscheidet zwischen “feldabhängigen” und “feldunabhängigen” Menschen.
Ersetze “Feld”durch Umfeld. Orgasmus bedeutet Kontrollverlust- der Ekstase wegen. Ohne die Bereitschaft, die Kontrolle wenigstens für ein paar Sekunden aufzugeben, ist ein Orgasmus unmöglich.
Warscheinlich ist das Thema angstbesetzt. Man kann das Wort “Orgasmus” auch mit dem Wort “Vertrauen” gleichsetzen: Vertrauen in den Körper, vertrauen, dass während der Momente der Hingabe niemand ausnutzt oder im schlimmsten Fall den aufgelösten Zustand für eigene Zwecke missbraucht.
Wichtig wäre, das Bewusstsein zu stützen, dass eigene Bedürfnisse legitim sind, dass ein Orgasmus gesund und sinnvoll ist, das die Umgebung und der Partner liebevoll sind.
Das Ich und die Umwelt stehen allerdings machmal in einem Interessenkonflikt. Dann geht es darum,
Prioritäten zu setzen: mal ist das Ich wichtiger, mal die Erwartungen der Umwelt. Es kommt ganz darauf an..genauer lässt sich die Frage auch nur ganz persönlich beantworten.

8. März 2011

Die nächste Frage zum Thema Orgasmus

Filed under: Sexualität — Schlagwörter: , , , , , — Advaita @ 13:13

“Warum ist das Verhältnis vieler Menschen zum Thema Sexualität so kompliziert?

Obwohl der Mensch aus biologischer Sicht ein Primat ist und der genetische Unterschied zum Gorilla erstaunlich gering, lebt er als KULTURwesen in ständiger Spannung zu seiner NATUR.
Jegliche Kultur bedeutet Triebunterdrückung, das wusste schon Freud. Dabei geht es nicht nur um die Unterdrückung der Sexualität, sondern auch der Agression. Die Unterdrückung der Sexualität bedeutet auch immer die der Frau. Der größte meiner Meister, Osho sagte, zum Thema Tantra unter anderem, dass alle patriarchalischen Kulturen die Frau unterdrücken, weil Männer Angst haben vor einer lustvollen Frau.
Eine ungehemmte Frau, für die es keinen Ehrverlust bedeutet, ihre Lust auch zu leben, bringt den Mann an seine Potenzängste – deshalb muss er sie unterdrücken oder sogar beschneiden, wie es noch 100 Millionen(!) jährlich Frauen geschieht, um sich seiner Herrschaft sicher zu sein.
Kulturelle Beispiele sind Legion, ob man jetzt an die Taliban denkt, die dieser Tage viel diskutierte Teil-oder Ganzverschleierung der Frau oder ob wir das Beispiel der heiligen Jungfrau Maria nehmen, deren Ehre darin besteht, als Jungfrau Mutter geworden zu sein, was es jeder normalen Mutter unmöglich macht, eine ähnliche Ehre wie Maria zu erlangen! Und für uns Christen: Wer ist schuld an der Vertreibung aus dem Paradies? Eva natürlich – Adam ist das Opfer der Verführung.
All das hat weitgehende Implikationen, vor allem die der Triebbeherrschung, auch für die Männer, obwohl für die Frauen für ihre Ehre mehr dran hängt, auch heute noch. In der katholisch-christlichen Kultur dürfen sich junge Männer “die Hörner abstossen”, während junge Frauen darauf zu achten haben, dass eben diese jungen Männer den Respekt vor ihnen behalten.
Aber auch in einer sexuell aufgeklärteren Gesellschaft wie der unseren zur Zeit, wirken diese alten Zöpfe unterschwellig weiter. ein sexuellaktiver Mann wird als “toller Hecht “bewundert, für eine sexuell gleichermassen aktive Frau steht schnell die Bezeichnung “Schlampe” oder “Hure” zur Verfügung.
99 % aller Teilnehmer in meinen Gruppen antworteten auf die Frage, ob zu Hause auch mal über Sex gesprochen wurde, mit NEIN. Auch in solchen Familien, die an der Oberfläche nicht als religiös eingestuft wurden, war das Thema tabu. Fortwährende Ignoranz des Themas bewirkt in der Familie, dass der Glaubenssatz “Darüber spricht man nicht” verinnerlicht wird, obwohl er nie expressis verbis geäussert wird.
Die Sexualmoral des jeweiligen Kulturkreises spielt die größte Rolle für die Schwierigkeiten, die in ihr lebende Mitglieder mit der Sexualität haben. Die haben aber auch Naturvölker: bei den Lakotas dürfen Frauen nicht in die Schwitzhütte, wenn sie ihre Periode haben, bei vielen Völkern gelten menstruierende Frauen als “unrein” und müssen in dieser Zeit getrennt von den Männern leben.
Kommt jetzt noch zur kulturellen Repression der Sexualität ein Trauma hinzu, ist das komplizierte Verhältnis zur Sexualität hinreichend erklärt. Wir sind in innere Widersprüche verwickelt, dazu kommen die Widersprüche des Kollektivs, in dem wir leben – und der Orgasmus, der Kontrollverlust bedeutet,
wird immer schwieriger!
(hier im Shop gibts auch eine “Orgasmus” CD)

3. März 2011

Fragen der Teilnehmer aus dem Orgasmusseminar

Filed under: Sexualität — Advaita @ 14:57

Jetzt haben wir den Orgasmus definiert und ab jetzt beantworte ich anonymisierte Fragen von Teilnehmern aus dem Orgasmusseminar. Damit sich niemand outen musste vor den anderen Teilnehmern in der Runde, liess ich die Teilnehmer ihre Fragen auf einen Zettel schreiben. die Zettel wurden dann eingesammelt, aber niemand wusste, von wem die Frage kam. Die Teilnehmer waren natürlich beiderlei Gechlechts und im Durchschnitt zwischen 25 und 60 Jahren alt. Bei manchen Fragen ist geht das Geschlecht des Fragenden eindeutig aus der Frage hervor, manchmal nicht. Da die Teilnehmer aus der breiten Mitte der Gesellschaft kommen, gehe ich davon aus, dass diese Frage recht gut das Wissen/Unwissen über Sexualität in der Gesellschaft spiegeln.
Icjh beginne mit den Fragen, die sich eher mit dem Vorfeld und der Einbettung des sexuellen Geschehens beschäftigen, also mit der ersten, oben beschriebenen Phase, der Vorlust.
Hier Frage 1:
6)”Wie wichtig ist das Gefühl, ungestört zu sein? Kinder, Nachbarn, die einen hören könnten, lenken ab.”

Es ist ja nicht so, dass Menschen, die einen hören könnten, ablenken, sondern, dass man sich abgelenkt fühlt von anerzogenenem Schmagefühl. Diese Menschen, so haben uns die Eltern gesagt,
sollten uns nicht hören bei unserer sexuellen Aktivität. denn: Was sollten die dann denken?
Bei meiner Arbeit mit Kindheitstraumata war der elterliche Satz:”Was sollen denn die Leute denken?”
ungeheuer universell präsent. Obwohl “die Leute” niemals gefragt werden, was sie tatsächlich denken!
Erwachsene Nachbarn werden wohl damit leben können! Vielleicht lassen sie sich von lustvollen Geräuschen inspirieren, das Gleiche zu tun – das wäre ja nichts Schlimmes..
Was kleine Kinder betrifft, kann es ein, dass sie solche Geräusche unter Umständen falsch interpretieren. sie haben dann vielleicht Angst, dass “Mutti etwas geschieht”.Kinder können beunruhigt werden -allerdings nur, wenn sie nicht wissen, um was es geht. Insofern sollte man offen mit dem Thema umgehen, sobald sie verstehen können; ihnen erklären, dass die körperliche Liebe mit gewissen Klängen und Geräuschen einher geht.
Manchmal ist der Punkt Nachbarn/Kinder/andere Hotelgäste e.t.c aber auch ein Vorwand, der eine Verweigerung verbergen soll, die eigentlich andere Gründe hat, meistens eigene Lustlosigkeit oder Ablehnung des Parnters.
Inwieweit man “Ungestörtheit” braucht, hängt auch sehr von der Persönlichkeit der Partner ab.
Mache brauchen mehr, andere weniger. Aber der Einfluss der “Moral” ist meistens hinderlich und hemmend.
Es ist gut, sich so weit wie möglich von Lustverboten frei zu machen, die die Kindheit bestimmt haben.
Dazu muss man sie sich erst ein Mal klar vor Augen stellen. Nicht immer hat man sie gehört. Manchmal reicht es, dass zu Hause nie über Sex geredet wurde. Dadurch wurde transportiert, dass am besten alles, was damit zusammenhängt, schweigend geschieht und dann darüber geschwiegen werden soll!

Unsere Gesellschaft ist immer noch sehr verlogen in punkto Sex, obwohl es täglich 250 neue Pornoseiten im Netz gibt. Viele meiner Mitarbeiter wagen es nicht, von ihrem Chef mit Tantra in Verbindung gebracht zu werden – sie gehen dann offziell zum “Yoga”- Seminar oder in den Urlaub.
Wäre gut, wenn wir alle mit der Verlogenheit aufhören würden, damit alle eine natürlichere Einstellung gewinnen könnten. Wir sind alle sexuelle Wesen – auch der Chef, die Nachbarn, sogar die Kinder.

Mir wurde ein Mal die Wohnung gekündigt, unter anderem mit dem Argument, es dringe immerzu “Lustgestöhn” aus der Mietsache, was deren Wert vermindere!
Ich hoffe, diese Anekdote zaubert ein Lächeln auf die Lippen des Lesers..
Ansonsten ist gut, so feldunabhängig wie möglich beim Sex zu sein -und nicht nur da!

24. Februar 2011

Der Orgasmus -immer wieder interessant

Filed under: Sexualität — Schlagwörter: , , , — Advaita @ 08:31

Immer wieder habe ich in meinen Tantra-Seminaren festgestellt, dass trotz durchaus fortschreitender Liberalisierung der Sexualität in der Gesellschaft erstaunlich vielen Menschen ein gewisses Grundwissen zum Thema fehlt.
Täglich gibt es 250 neue Pornoseiten im Netz, und 25 % aller Anfragen beziehen sich auf Sex. Natürlich eher schlichtweg Konsum von Bildchen und Filmchen – und ich nehme mal an, dass die Konsumenten mindestens 80% Männer sind. Leider hilft dieser Konsum, der eine Hilfe bei der Selbstbefriedigung darstellt, nicht der mit Partner gelebten Sexualität auf die Sprünge.
Eines der erfolgreichsten Seminar-Formate ist das Orgasmus-Seminar seit 2001.
Die Teilnehmer dürfen anonym Frage stellen. Viele dieser Fragen habe ich gesammelt und werde sie hier nach und nach beantworten.
Doch zunächst ein Mal: Was ist ein Orgasmus?
Im Folgenden übernehme ich die Definition von Wilhelm Reich – mit meinen eigenen, einfachen Worten. Immer noch empfehlenswert: In die „Funktion des Orgasmus“ definiert er als Erster den Orgasmus wissenschaftlich
Aus „ Die Last mit der Lust“(A.M. Bach 2001)
Die erste Phase wird die Vorlust genannt
Dazu gehört Erregung durch visuelle Reize, durch Streicheln, Stimulieren von Brustwarzen, der Ohrläppchen, der erogenen Zonen der Frau – die Innenseite der Oberschenkel, das stimulieren vielleicht auch durch erotisierende Worte, Stimulieren des Penis´.
Es kommt bei beiden Geschlechtern zu einer erhöhten Durchblutung der Genitalien, beim Mann tritt eine Erektion ein, die Frau wird feucht…
Wichtig auch, dass diese Phase von willentlicher Steigerung begleitet wird, das heißt, das Ich spielt noch eine Rolle, hat noch die Kontrolle über das Geschehen.
Die zweite Phase ist das Eindringen des Lingams (tantrische Bezeichnung des männlichen Genitals), daß von beiden als vertiefte Lust empfunden wird. Der Drang nach rhythmischer Bewegung erhöht sich bei Mann und Frau, das Lustempfinden hängt jetzt auch stark von der Harmonie zwischen den Partnern ab – ejakuliert jetzt der Mann verfrüht, fühlt sich die Frau „verlassen“, kommt die Frau in Abwehr, was manchmal nach dem Eindringen geschieht, ist die Frustration groß für den Mann. Immer noch sind die Reizsteigerungen willkürlich, das heißt „gemacht“.

In der dritten Phase setzen die unwillkürlichen Bewegungen des Beckens ein. Hier setzt die Funktion des Ichs aus und beide werden zu einem Rhythmus – wieder vorausgesetzt, es besteht eine ungefähre Gleichzeitigkeit im körperlichen Geschehen der Partner.
Jeder kennt das – besonders schön ist es, wenn beide gleichzeitig „kommen“, aber das ist einfach nicht immer so.
An diesem Punkt ist wesentlich, ob die Liebenden fähig sind zur „orgastischen Potenz“, ein Begriff, den Reich erfunden hat im Unterschied zur erektiven Potenz des Mannes.
Sie bedeutet (Zitat): „die Fähigkeit zur Hingabe an das Strömen der biologischen Energie ohne jede Hemmung, die Fähigkeit zur Entladung der hochgestauten sexuellen Erregung durch unwillkürliche lustvolle Körperzuckung.“

Die vierte Phase ist der Orgasmus selbst; der nur dann ein Orgasmus genannt werden sollte, wenn die Empfindung ganzkörperlich ist, nicht nur genital.
Je eingespielter ein Paar ist, um so eher ist Vertrautheit da, je mehr Vertrautheit und Intimität vorhanden ist, um so eher kann der Orgasmus ungefähr gleichzeitig einsetzen.
Die fünfte Phase ist das Rückströmen der Erregung in den Körper, ein Absinken der Spannung, die Akme. Wenn das ganze Geschehen tief befriedigend war, bleibt eine zufriedene Dankbarkeit für den Partner und ein wohliges Gefühl.
Weiter geht’s nächsten Montag..


  • 11. September 2010

    Missbrauch -kulturübergreifend

    Guten Morgen,
    heute muss ich einfach mal auf mein lebenslanges Lieblingsthema zurückkommen: der weitverbreitete Kindesmissbrauch.
    Leider steht dieses Thema in engem Zusammenhang mit den weitverbreiteten sexuellen Dysfunktionen bei Männern und Frauen, den Orgasmusblockaden und Erektionsschwierigkeiten, zerstörten Beziehungen und so UNENDLICH VIEL UNGLÜCK in der Welt.. das durfte ich in meiner therapeutischen Tätigkeit jahrzehntelang immer wieder so schmerzhaft erfahren.
    Und bin gerade wieder dabei.
    Ich war angetreten als junge Frau mit so viel Enthusiasmus, den Menschen die frohe tantrische Botschaft zu bringen, dass Sexualität etwas Heiliges ein kann, nicht nur etwas Natürliches – und dann habe ich kniehoch im Ekel waten müssen, um den Menschen die Empathie zu geben, die ein missbrauchter Mensch unbedingt braucht, weil er nie den „Zeugen“ hatte für seine Not, von dem Alice Miller schreibt. Am schwärzesten ist die schwarze Pädagogik an dem Punkt der Leugnung dieses fortgesetzten Kapitalverbrechens an der Menschheit.
    Und die Fälle, die ich helfen durfte, aufzudecken, erreichten ja nie die Medien oder den Gerichtssaal.
    Es gerade neue Nachrichten über massenhaften schweren Missbrauch in der belgischen katholischen Kirche in den Medien, wurden doch gerade in Portugal prominente Mitglieder der Gesellschaft verurteilt für jahrelangen Missbrauch von kleinen Kindern in einem „Casa Pia‘“!! Das fromme Haus – oh wie fromm!
    In Belgien wurde immerhin nachgewiesen, dass in mindestens 13 Fällen der Missbrauch zu Selbstmord geführt hat.
    Inzwischen wissen wir, dass auch in protestantischen Heimen an den kleinen Kindern herumgefummelt wurde. Und nicht zu vergessen: VOR allem in den Familien – das heißt ÜBERALL!
    Auch die Linken und Progressiven fanden Argumente, die Kleinen zu „erziehen“..an der Odenwaldschule, so stellte sich heraus, fand der Missbrauch ja schon seit den Gründerzeiten statt.
    Manchmal, in der Ostergruppe, wenn wir alle weinten vor Erschütterung über den sich öffnenden Abgrund, dachte ich, dass die ganze Gesellschaft begründet ist auf dem Unglück der kleinen Kinder – IMMER SCHON. Und der PAKT des Schweigens die Täter schützt. Die Angst ihnen ihre nicht vorhandene Ehre zu nehmen, ist grösser als die Empörung über diese verdammte SCHEINHEILIGKEIT..und das Schlimme ist. Dass dadurch für viele Menschen das wahrhaft Heilige nicht mehr gesucht wird oder als existent angenommen wird, so groß ist ihre Ernüchterung und Verzweiflung.
    Wilhelm Reich weigerte sich gegen Ende seiner Tätigkeit, Kleriker zu behandeln. Nicht therapierbar sind die..das war sein Argument.
    Aber auch er, und Freud, selbst Alexander Lowen, haben die Konsequenzen des allgegenwärtigen sexuellen Missbrauchs nicht erkannt. Trotz all ihrer bahnbrechenden Arbeiten. In der ganzen Körpertypenlehre findet man erstaunlich wenig zu dem Thema. Auch Alice Miller geht kaum auf das Thema ein in ihren sehr lesenswerten Büchern, die voll sind mit richtigen Erkenntnissen.
    Aber schauen wir über die Landes-und Kulturgrenzen hinaus: zu Sai Baba, dem „Mann der Wunder“. Es ist ziemlich klar, dass er zwanzig Jahre lang kleine Jungens missbrauchte, sogar morden ließ, damit nicht noch mehr erzählt wird. Auch in Indien: der Mann gilt als heilig, er hat 23 Millionen Anhänger. Die Polizei unternimmt NICHTS!!!! Er müsste lebenslang in einer finstern Gefängniszelle verrotten. Aber erlebt vollkommen ungestört als angebeteter Guru.
    Als die Zeitschrift „Connection“ das Thema vor zwei Jahren aufgriff, erschütterte mich am meisten, dass der Aufschrei unter den Lesern ausblieb!!
    Es ist mir bekannt, dass auch hochverehrte buddhistische Lamas sich unter dem Vorwand der „Einweihung“ im Vajrajana an Schülern/Schülerinnen vergreifen..der hochverehrte Ramesh Balsekar, Advaita-Vedanta-Lehrer, hat es auch getan und Oliver
    Shanti – wir erinnern uns? Alle haben wir seine Musik gespielt..
    Wann endlich wird die Unversehrtheit der Körper und Seelen der kleinen Kinder zum HÖCHSTEN kulturellen WERT??
    Bitte genau so ÜBERALL wie jetzt der Missbrauch?
    Ich bin überzeugt, dass das viel Konsequenzen hätte für unsere Gesellschaft – sehr gute.. auch solche, die man im Augenblick überhaupt nicht für möglich hält. Weil kaum jemand die weitverzweigten Zusammenhänge herstellt, die mit fortgesetztem sexuellen Missbrauch zusammen hängen.
    Trotzdem ekeln mich die katholischen Priester am meisten. Würg, Kotz – vielleicht, weil so viele Klienten betroffen waren..deren persönliches Schicksal mir zur Kenntnis kam.
    hier noch ein paar links im web:

    http://www.welt.de/vermischtes/article3012873/Grausamer-Missbrauch-im-Kinderheim.html,

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/593688/index.do

    http://beauftragte-missbrauch.de/course/view.php?id=74

    http://www.kreuz.net/article.10671.html

    http://weltinnenraum.de/out/pictures/wysiwigpro/presse/9783899013252_pm.pdf

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