Tantra Blog der Advaita Tantra Schule

26. August 2011

Entmenschlichung der Sprache und des Umgangs

15.80 € hier m Shop

Vortrag von Advaita über das Profil des Machtmenschen

Heute möchte ich einfach mal meinem kontinuierlichen Ärger über den Umgang mit Menschen in unserer Gesellschaft äußern,
vor allem der sprachliche Umgang -ich ärgere mich andauernd darüber, dass Versicherungen, der Staat, die Banken grundsätzlich nur noch mit Textbausteinen mit mir umgehen. Nicht nur schriftlich, sondern auch dann, wenn sie mit mir reden.
Ich habe viel Geld verloren, gehe zur Bank, um denen zu sagen, dass sie unerlaubt für die Rückbuchung der betrügerischen Schecks Gebühren erhoben haben. Natürlich werde ich angelächelt. Ich bitte darum, das Lächeln zu unterlassen, weil es mich in diesem Zusammenhang eher provoziert. Man lächelt weiter und füttert mich mit Phrasen. Die mitgebrachte Verbraucherzeitung wird mir abgenommen und kopiert – aber selbstverständlich hat niemand die Kompetenz, mir diesen eher niedrigen Betrag zurück zu erstatten. Man sagt mir, man werde sich mit mir “in Verbindung”setzen. als ich frage “WANN??” kommt als Antwort: “Irgendwann”..wenn die kompetenteren Mitarbeiter aus dem Urlaub zurück sind. KEINE ENTSCHULDIGUNG.
Oder gar die Worte: “Unser Fehler”..
Bei der Polizei behandelt man mich in demselben Zusammenhang erst mal wie einen Verdächtigen. Ich werde zweifelnd angeschaut, und als ich sage .” Hallo, ich bin das Opfer, nicht vorbestraft, zahle Steuern und davon haben Sie Ihren Job.
Ich möchte Schutz und dass Sie ermitteln!”
Das Polizeipräsidium ist so abgeriegelt und gesichert, dass man meinen sollte, da drin sitzen die Gefangenen und nicht die Ermittler! Ich werde nur im Hausflur empfangen! Ich habe das Gefühl, man geht mit mir um, als hätte ich ein Maschinengewehr im Anschlag, nach all den Schleusen, bis man mich überhaupt aufs Gelände lässt.
Die Rentenversicherung schreibt mir nach vielen Monaten einen Brief, der ausschließlich aus Textbausteinen der entsprechenden Paragraphen besteht. Ich brauche einen extra Termin, damit mir ein Mitarbeiter erklärt, was da eigentlich drin steht.
Auch die Künstlersozialkasse braucht acht Monate für ihre Ablehnung, in der noch nicht ein Mal der Betrag genannt ist, den ich mindestens verdienen muss mit Schreiben, damit die mich nehmen. Wieder ein Brief ohne Unterschrift , nur aus Textbausteinen.
In der Bank sagten sie mir vor meiner langen Reise nach Bali im Winter 2009, die Scheckkarten würden auch dort gelten und ich könne in jedem ATM dort Geld ziehen. Das war absolut einfach nicht der Fall in der Realität dort. Und diese Falschinformation verursachte mir Kosten und Ungemach. Ich verlor meine Kreditkarte, die ich für viel Kosten und teure Telefonate nach Deutschland ersetzt bekam. Hätte deren Information gestimmt mit den Euroscheckkarten, dann hätte ich erst mal gar keine Kreditkarte gebraucht. Ich kehre nach Deutschland zurück, konfrontiere die Angestellten in meiner Filiale
mit den Folgen ihrer Fehlinformation. Kein “Danke für Ihre Information”, “das werden wir weiterleiten”..und schon gar kein
ENTSCHULDIGUNG- unser Fehler, oder das Angebot einer kleinen Kompensation.
Wenn man mit großen Konzernen zu tun hat, z. b. die Telekom, weil der Anschluss nicht klappt, sagen wir vier Wochen,
gibt es auch weder eine Entschuldigung noch eine Kompensation. die Hotlines sind im Grunde Kunden-vom- Leib-halte Institutionen. Es ist Geschäftspolitik, den verärgerten Kunden niemals zwei Mal mit demselben Mitarbeiter sprechen zu lassen-
der Mitarbeiter könnte sich ja mit dem Anliegen des Kunden identifizieren.
Grundsätzlich gilt: keine Entschuldigung, keine Entschädigung, jede Reaktion des Staates, der Versicherungen, der Banken, der Konzerne ist Schema F, den einzelnen Menschen zu betreuen, oder ihn überhaupt einfach mal wahrnehmen- das wäre zu teuer, erklärte mir der Anwalt der Verbraucherschutzberatung.
Kennen Sie den Film MATRIX? Immer weniger begegnen uns Mitarbeiter von großen Institutionen als Mitmenschen, sondern ferngesteuert von der Konzernleitung, sie reden mit uns in Textbausteinen, die ihnen in Schulungen beigebracht wurden, aber vermeiden, wo es nur möglich ist, ein Eingehen auf unsere Belange. sie erscheinen oft “wie ferngesteuert”.
Da ist Kulturpessimismus angesagt. Wo soll das hinführen?
Drücken Sie die 1, die 2, die 3..alle Leitungen belegt!
Immer noch superaktuell, obwohl 1994 verfasst von Günter Ogger: “Das Kartell der Kassierr”.

18. August 2011

Schuldenkrise

Filed under: Allgemein,Politik & Zeitgeschehen — Advaita @ 09:50

Es ist schon unglaublich, wie die Politiker mit unserem Geld umgehen.
Ich habe so viele Artikel gelesen zum Thema, im Stern, im Spiegel, im Netz:
es scheint immer dasselbe darin zu stehen und nirgendwo etwas Neues. Was mich wirklich ärgert, ist die Formulierung: “das was dahinter steckt, ist wahnsinnig kompliziert.”
Dabei weiss doch jeder, der mal in finanzielle Enge kam, wie einfach das ist.
Übersteigen die Ausgaben die Einahmen, dann muss man die Ausgaben vermindern. Man fragt sich dann bei jeder Ausgabe: brauche ich das wirklich? Brauche ich das so sehr, dass sich neue Schulden dafür lohnen würden?
Warum spricht niemand über die Subventionen, die zwar langsam weniger werden, aber immer noch viel zuviel?
Zum Beispiel der Steinkohlebergbau. Man hätte inzwischen alle Kumpel großzügigst abfinden können und einfach mal Schluss machen mit dem Steinkohlebergbau!!!!!!!
Und man hätte dem Steuerzahler viel Geld gespart.
Man könnte die Milliarden der Superreichen, die in der Schweiz gebunkert sind, abgreifen. Dem Normalverdiener wäre gedient. die U.S.A habens vorgemacht und die Schweizer Banken gezwungen,
die Namen der U.S.-Steuersünder bloßzulegen. Warum schafft das Deutschland nicht?
Es kann nur der Filz sein zwischen Banken und Politik -was sonst?
Man könnte Riesenkonzerne wie amazon und google dazu zwingen, Umsatzsteuer in dem Land abzuführen, in dem der Umsatz erzielt wird und verhindern, dass sie ihre Europa Konzernzentrale in Irland aufmachen.
Darüber spricht noch nicht mal einer !!!!!!!!!
Aufhören, die Photovoltaik in Deutschland zu fördern. Wir haben zu wenig Sonne hier. Das ist klar inzwischen, aber natürlich geschieht erst mal NICHTS in der Richtung.
Auch, wenn es unpopulär ist: das Thema der Verringerung der Bundesländeranzahl senken-
da ist ein riesiges Steuersparpotenial drin..
Wer verhindert das? Die Landesfürsten, die um ihre Privilegien fürchten müssten..
Der Filz..
Und die leidige Transaktionssteuer?? Das endgültige Verbot von Leerverkäufen?
Immr wieder wird mantramäßig wiederholt, dass das keinen Sinn hat, wenn nicht die ganze Welt mitmacht.
Aber die Riesenkonferenzen wie die G20 zeigen: einer sperrt sich IMMER!!!!!!!
Warum nicht einfach mal anfangen?? Deutschland wird als Handelsplatz bestimmt nicht aufgegeben.
Es ist der Filz, der Lobbyismus, der uns alle regiert, der das verhindert.
Die ganze Zeit werden die Notenpressen angeworfen und unser Geld schleichend entwertet.
Und keiner hört auf damit!
Neue Einahmen: der deutschen Industrie entgehen Milliarden wegen des Fachkräftemangels.
Das würde auch neue Steuereinnahmen bringen. Was geschieht, um Deutschland attraktiv zu machen für qualifizierte Ausländer? So gut wie nichts. Professoren und Ärzte mit der falschen Nationaliät putzen bei uns Hotelzimmer…
Mindestlöhne einführen. Auch das würde den Staat entlasten: all das Geld, das er ausgeben muss für hartarbeitende Menschen, die mit ihrer Arbeit das Existenzminimum nicht heranschaffen können.
Das ist ja auch nur wieder eine Subvention für hungerlohnzahlende Konzerne..und degradiert arbeitende Menschen zu Almosenempfängern.
Es ist der Filz, der…
Was wird getan gegen das Schwinden des Mittelstands, gegen die immer größere Schere zwichen arm und reich? So gut wie nichts. Die permanente Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben findet weiterhin statt, still und schleichend.
Enough for today…
Welche Gesetze schaffen den Filz ab und verhindern, das jemand wie Ackermann die Gesetze mitschreibt,
die seine Branche betreffen?

20. Juli 2011

Orgasmus ohne Liebe

Galaxie als Metapher für den Orgasmus

Advaita beantwortet vier Fragen zum Thema Orgasmus 16 € hier im Shop

Ganz genau lautet die Frage: Wenn ich einem Mann mitteile, dass ich ihn nicht liebe, dann öffnet sich bei mir das Tor. Wäre ich aber ernsthaft verliebt, dann laufe ich weg und in meinem Körper tut sich nichts. Wie löse ich das ? Wie komme ich aus diesem Muster raus?
Ganz offensichtlich geht es hier um die Angst vor der Liebe, oder vielmehr die Angst vor der Verbindung von Lust und Liebe. Vor Verbindlichkeit, vor der tiefen Berührung des Herzens.
Der Orgasmus wird bei dir verknüpft mit einer Risikoangst, wenn es wirklich um eine tiefere Verbindung ginge. Die Lösungsfrage dreht sich um den Punkt in deinem Leben, an dem sich die Liebe von der Lust, vom Sex getrennt hat. Du hast es geschafft, Nähe vom Sex zu trennen.
Wahrscheinlich in der Kindheit, durch übergriffiges Verhalten einer Person aus deinem Umfeld hast du gelernt, den Sex zuzulassen und gleichzeitig innerlich auszusteigen. Das ist ein relativ häufiges Phänomen. Es ginge darum, die Urszene zu finden, am besten durch Körpertherapie.

Doch ist es auch wichtig, dass du dich selbst fragst, wie erfassend der Orgasmus, den du “ohne Liebe”hast, denn auch wirklich ist. Ist dein ganzer Körper in einem Beben oder ist der Orgasmus eher
auf die Klitoris konzentriert?
Wenn du an Liebe denkst, welche Angst genau hast du? Vereinnahmt zu werden, verlassen zu werden, ausgenutzt zu werden, verraten zu werden, betrogen zu werden?
Was ist so gefährlich an der Liebe, die dir vorgelebt wurde, das du meinst, die Kontrolle darüber nicht aufgeben zu können?
Oder gab es Vorbilder in deiner Jugend für abgetrennten Sex?
Haben deine Eltern vielleicht der Umwelt eine gute Ehe vorgespielt, aber dann hast du eines Tages Pornohefte unter dem Sofa gefunden?
Hatte einer deiner Eltern oder beide ein Verhältnis, eine Affäre, war “untreu”?
Gab es einen Unterschied von Schein und Sein?
Wieso kannst du der Liebe nicht vertauen?
Was ist an Männern nicht vertrauenswürdig?
Beantworte dir diese Fragen, vielleicht schriftlich, so spontan wie möglich. Sei absolut ehrlich.
Finde deinen inneren Konflikt, deine Widersprüche.
Es geht um deine Projektionen, die Resultate von Erfahrungen sind, die vielleicht verdrängt wurden.
In der Tiefe geht es um das Thema Männerhass. Es kommt dir vielleicht übertrieben vor, meine Erfahrungen haben aber gezeigt, dass hinter einer solchen Abtrennung von Körper und Herz zum Beispiel der Satz steckt: “Du kriegst mich nicht.” Spiele damit. Kommt er dir bekannt vor?
Ist das ein Gefühl, dass dich vor Ohnmacht rettet?
In deinem Leben: wie kommst du mit Männern aus? Mit dem Chef? Hast du vielleicht besondere Probleme mit männlicher Autorität?
Hast du männliche Freunde? Wiesehen diese Freundschaften aus?
Deine Beziehungen? Ist es nicht möglich, wenn du einen Mann länger kennst, dass du deinen Widerstand aufgibst?
Ich hoffe, es hilft dir weiter, dir diese Fragen zu stellen.

20. Juni 2011

Verminderter Sex nach einer Trennung

Filed under: Allgemein,Sexualität — Schlagwörter: , , , , — Advaita @ 05:45
Advaitas CD zum Thema Orgasmus, 16 € plus Versand

Advaita beantwortet vier Fragen zum Thema Orgasmus

Ganz genau heisst die Frage:
Ich beschäftige mich mit der Frage, warum ich nach der Trennung von meiner Frau vor neun Jahren nur zwei kurze Beziehungen und sonst auch keinen Sex zugelassen habe. Ich mache diese Kurse, um wieder eine Normalität zu erreichen. Wie geht das?
Es ist anzunehmen, dass wohl die Trennung stattgefunden hat auf der äußren Ebene, aber die innere Trennung hat nicht statt gefunden.
Als erstes frage dich- und antworte nicht zu schnell:
Hast du Schuldgefühle? Wie ist die Trennung verlaufen? Hast du deine Frau verlassen oder ging die Trennung von ihr aus? War der Grund für die Trennung sexueller Natur?
Mit welchen Wertvorstellung bist du aufgewachsen?
Wahrscheinlich bist du aufgewachsen mit der Wertvorstellung, dass die lebenslange Monogamie das einzig richtige oder zumindest moralisch richtige Modell ist.
Oder dein Vater hat deine Mutter “betrogen” und sie hat darunter gelitten?
Wie kommst du zur Normalität zurück?
Indem du wieder und wieder den Glaubenssatz: “Ich habe mich schuldhaft verhalten, weil ich die Trennung wollte und durchgesetzt habe” loslässt.
Oder den Satz: “Ich bin schuld am Leiden der Frau”. Das Unbewusste kennt nur die einfachsten Cliche´s.
Deine verminderte Sexualität nach der Trennung ist eine unbewusste Selbstbestrafung. du verbietest dir sexuellen Genuss, weil du glaubst, ihn nicht haben zu dürfen..
Arbeite mit der Affirmation:”Ich bin unschuldig”, am besten jeden Abend vor dem Schlafengehen.
Der Schlaf ist unser tägliches Absinken in das Unbewusste. Wenn du es mal beobachtet hast:
der letzte Gedanke vor dem Einschlafen ist der erste beim Aufwachen.
Die zweite Affirmation wäre: “Ekstatischer Sex ist mein Geburtsrecht”.
Diese zwei Affirmationen sind ohne Erwähnung des Negativen (ganz nach NLP-Regeln).
Jetzt werden Affirmationen nicht gleich deshalb wahr, weil man sie ausspricht oder dran glaubt.
Es geht darum, im Laufe der Zeit eine Energie aufzubauen, die die Verwirklichung wahrscheinlicher macht.
Sollte das nicht helfen, wäre es sinnvoll, eine Therapie aufzusuchen, um deine Selbstblockade zu bearbeiten. Viel Erfolg! Advaita Maria Bach

10. Mai 2011

Woher kommen die Orgasmusblockaden?Wo können sie sitzen?

Über das “Orgasmus-Seminar” hätte ich genau so schreiben können: “Orgasmusblockaden”.
Aber dann wäre die Resonanz nicht so groß gewesen. Wer bekennt sich schon gerne dazu, sexuell blockiert zu sein?
Es gibt relativ wenige Ursachen, die doch häufig verdrängt sind.
1) eine sexuell repressive Kindheit mit vielen sexuellen Verboten und Gewalt. Diese Verbote wirken auch – was sehr häufig vorkommt- durch Ignoranz der pubertären Entwicklung in der Familie. 95% aller Teilnehmer erklärten auf Nachfrage, dass Sexualität niemals Thema gewesen sei in der Familie. Die Frage nach Unterdrückung hätten sie verneint, weil es eben “kein Thema” war. Gerade darin besteht aber die Unterdrückung, neben den Szenarien, in denen die Sexualität verteufelt wurde. Das kommt heute seltener vor, obwohl das in ländlich-konservativen Gegenden mit katholischem Einschlag noch üblich sein kann.
Das Verschweigen eines so wichtigen Themas kommt einer Unterdrückung gleich. In einem solchen Klima wird auch wortlos mitgeteilt, atmosphärisch vermittelt, dass man sich ein Sich-Gehen-Lassen
besser verbietet, den “was sollen denn die Leute denken?” Obwohl “die Leute” nie gefragt werden, was sie denken! Der Orgasmus bedeutet aber die Hingabe an die Reflexe des Körpers, der Lust erleben will.
Vor allem Frauen wurde und wird in fast allen Weltreligionen die Lust als nicht ehrbar vermittelt.
Wenn eine Frau zu ihrer Lust steht, dann wird sie eher als Hure gesehen. Oder passen die Worte lustvoll und ehrbar zusammen? Der Gewohnheit nach eher nicht..
Erschütternde Dramen und Kindheitsszenarien zeigen sich, wenn man mit wirklich aufdeckender Körpertherapie an diesem Thema arbeitet. Die ganze Verlogenheit der Gesellschaft kommt dabei zum Vorschein, manifestiert durch Individuen, Mütter und Väter, Priester, Pfarrer, Erzieher.
Teilweise ergötzen sie sich missbräuchlich an der kindlichen Sexualität, die sie offziell verdammen.
Das ruft Blockaden hervor, deren Ursachen meistens verdrängt sind und in mühsamer Kleinarbeit ins Bewusstsein und die Erinnerung geholt werden müssen..erinnern wir uns an die Missbrauchsskandale, die vor fast zwei Jahren die Republik erschütterten, von deren Verfolgung man heute aber leider wenig hört.
Laut Alexander Lowen ruft auch Schlagen auf den Po sexuelle Blockaden hervor, weil dann diese Körperregion traumatisiert wird.
2) ein reelles sexuelles Trauma
Das Erleben von übergriffigen Erwachsenen bis hin zum Missbrauch. Es ist bekannt, dass sich die Opfer selbst schuldig fühlen, was die Aufdeckung sehr erschwert. Wenn sich das Kind an Lustgefühle bei der Tat erinnert, gibt es sich selbst eine Mitschuld. Das führt zur emotionalen Verwirrung.,die sich im erwachsenen Leben fortsetzt. Spätestens seit den Skandalen ist klar, dass sich das sehr viel häufiger abspielt, als man denkt. Ich halte den Missbrauch nach wie vor für die am wenigsten geahndete Straftat.
Sehr häufig schwört der Täter das Kind auf “unser Geheimnis”. Das Kind fühlt sich manchmal sogar geehrt und das Tabu wirkt fort. Abspaltung und Verdrängung sind die Folge.
Weit unterschätzt wird auch der Missbrauch von kleinen Jungen.
Ich empfehle immer wieder den Film “Das Fest” von Lars von Trier, der aufzeigt, wie das System Familie
mit dem Thema umgeht: die Opfer werden zu Nestbeschmutzern umerklärt- ohne Reue der Täter.
http:/de.wikipedia.org/wiki/Das_Fest_(Film)
hier noch ein Link, der etwas burschikos, aber dennoch nett bebildert, Wahres und Wissenschaftliches zum Thema breit hält:
“http://www.jolie.de/bildergalerien/15-dinge-die-sie-ueber-den-orgasmus-wissen-sollten-281738.html”>
Und wo sitzen die Blockaden?
Im Kopf natürlich auch: unbewusste Schuldzuweisungen, oder Angst vor dem Schmerz, der das Thema bedeutet bei verdrängter Traumamtisierung. Der Orgasmus bedeutet eine Öffnung. Wenn man sich öffnet, kommt alles herein, wie bei einem geöffneten Fenster. Die Blockade kann man mit einem Fenster vergleichen, das geschlossen wird, um Regen und Sturm auszuschliessen.
Aber dann sitzen die Blockaden durchaus auch in den Genitalien, die verspannt sind.
Der Bioenergetik nach halten chronsiche Muskelverspannungen verdrängte Gefühle fest.
Manchmal ruft auch eine ruppige Sauberkeitserziehung genitale Verspannungen hervor, die so alt sind, weil sie so früh hervorgerufen wurden.
Dann gibt es noch die Verspannungen, die den ganzen Körper durchziehen und natürlich auch das selige Loslassen verhindern. Ein guter Orgasmus durchströmt den ganzen Körper, den ganzen Menschen und berührt auch seine Seele. Die Tantriker meinten, dass dieser Zustand der Erleuchtung sehr nahe sei, befreit von den Fesseln des Verstandes. Und so können Mann und Frau “den Pfad der Befreiung” gehen..
Wir haben in unserer Arbeit gute Erfahrungen gemacht mit Bioenergetik in der Therapie und die Krönung sind dann die tantrischen Rituale. Da wird die orgasmische Energie kontrolliert, um sie auf höheren Ebenen wirksam werden zu lassen. das empfehle ich nur denen, die orgasmisch sind.
sonst verwechselt das Unbewusste noch Kontrolle mit Unterdrückung statt Erhöhung!

20. April 2011

Migräne/Kopfschmerzen nach dem Orgasmus

Hier die nächste Frage.
Wie ist es erklärbar, dass ich eine Zeit lang jedes Mal nach dem Orgasmus Kopfschmerzen bekam für den Rest des Tages? War ich mehr verspannt als entspannt?
Das ist eine Beschwerde, die relaitiv häufig genannt wird. Manche Frauen bekommen nicht nur Kopfschmerzen, sondern eine richtig heftige Migräne.
Dein Unbewusstes bestraft dich für den Genuss des Orgasmus mit gesundheitlichen Schwierigkeiten.
Beantworte dir selbst folgende Fragen:
Wie war das sexuelle Klima in deiner Kindheit?
Hast du jemals mitbekommen, dass deine Eltern sexuell/erotisch und zärtlich miteinander umgehen
vor den Kindern?
War das Klima zu Hause religiös? Sexfeindlich?
Bist du katholisch?
Wurde Sexualität als etwas Sündhaftes bezeichnet?
Oder vollkommen ignoriert?
Wie gingen deine Eltern mit deiner Pubertät um?
Machte ihnen deine Geschlechtsreife Angst?
Hast du deine Eltern jemals nackt gesehen?
Hast du das Gefühl, die Sexualität nicht mehr geniessen zu dürfen als deine Mutter, die verklemmt war?

Spiralnebel, metapher für Orgasmus

Orgasmusmetapher


Wahrscheinlich kommst nach der Beantwortung dieser Fragen zu dem Schluss, das du verdrängte Schuldgefühle hast. Verdrängt und abgespalten deshalb, weil du dich selbst für einen sexuell freien
und aufgeklärten Menschen hältst und vielleicht sogar dieselbe Meinung von deinen Eltern hast.
Während meiner Arbeit habe ich oft fesgestellt, dass viele Familien ein pseudoliberales Verständnis
von Sexualität haben. Es gibt keine Verdammung an der Oberfläche, sondern direkt darunter, sie zeigt sich eher in Ignoranz oder dem Ausblenden kontrovers besetzter Themen. Darin, dass gewisse Vokabeln, Signalwörter in familiären Konversationen eben einfach erst gar nicht vorkommen.
Die Kopfschmerzen oder die Migräne sind eine Methode der Autoagression, der Selbstbstrafung
für deine Schuldgefühle beim Sex. Morgends ist das Unbewusste am akivsten, weil wir dann direkt aus dem Schlaf kommen, deshalb setzeb dann die Kopfschmerzen ein.
Es kann helfen, zusätzlich zur Erforschung der negativen Glaubenssätze, in der Therapie mit bionergetischen Übungen die Wahrnehmung iin den Unterleib zu schicken und dort zu halten.
Die Kopfschmerzen/Migräne sollen dich davon abhalten, den Kontrollverlust zu geniessen, den ein Orgasmus bedeutet. Orgasmus ist ein anderes Wort für Vertrauen – in dich, den Partner, das Leben, deinen Körper, die Liebe, das Loslassen! Ja, duwarst mehr verspannt.

29. März 2011

Weiter mit dem Thema Orgasmus..

Filed under: Sexualität — Schlagwörter: , , , — Advaita @ 08:35

Ein(e) Teilnehmer(in) des Orgasmusseminars stellte folgende Frage:
Warum bin ich eher und schneller im Außen als bei mir, im Innern?

Ich nehme an, wenn du darüber nachdenkst, dass das auch bei nicht-sexuellen Zusammenhängen so ist..
Dein Unbewusstes möchte erst sicher gehen, dass du ungestraft und im Konsens mit der Aussenwelt handelst. Du hast wahrscheinlich früh in der Kindheit gelernt, dass du nur bei Strafe die Erwartungen der äusseren Welt enttäuschen darfst.. oder auf keinen Fall auffallen! Vielleicht gab es ausgesprochene oder unausgesprochene sexuelle Tabus.
Die Psychologie unterscheidet zwischen “feldabhängigen” und “feldunabhängigen” Menschen.
Ersetze “Feld”durch Umfeld. Orgasmus bedeutet Kontrollverlust- der Ekstase wegen. Ohne die Bereitschaft, die Kontrolle wenigstens für ein paar Sekunden aufzugeben, ist ein Orgasmus unmöglich.
Warscheinlich ist das Thema angstbesetzt. Man kann das Wort “Orgasmus” auch mit dem Wort “Vertrauen” gleichsetzen: Vertrauen in den Körper, vertrauen, dass während der Momente der Hingabe niemand ausnutzt oder im schlimmsten Fall den aufgelösten Zustand für eigene Zwecke missbraucht.
Wichtig wäre, das Bewusstsein zu stützen, dass eigene Bedürfnisse legitim sind, dass ein Orgasmus gesund und sinnvoll ist, das die Umgebung und der Partner liebevoll sind.
Das Ich und die Umwelt stehen allerdings machmal in einem Interessenkonflikt. Dann geht es darum,
Prioritäten zu setzen: mal ist das Ich wichtiger, mal die Erwartungen der Umwelt. Es kommt ganz darauf an..genauer lässt sich die Frage auch nur ganz persönlich beantworten.

8. März 2011

Die nächste Frage zum Thema Orgasmus

Filed under: Sexualität — Schlagwörter: , , , , , — Advaita @ 13:13

“Warum ist das Verhältnis vieler Menschen zum Thema Sexualität so kompliziert?

Obwohl der Mensch aus biologischer Sicht ein Primat ist und der genetische Unterschied zum Gorilla erstaunlich gering, lebt er als KULTURwesen in ständiger Spannung zu seiner NATUR.
Jegliche Kultur bedeutet Triebunterdrückung, das wusste schon Freud. Dabei geht es nicht nur um die Unterdrückung der Sexualität, sondern auch der Agression. Die Unterdrückung der Sexualität bedeutet auch immer die der Frau. Der größte meiner Meister, Osho sagte, zum Thema Tantra unter anderem, dass alle patriarchalischen Kulturen die Frau unterdrücken, weil Männer Angst haben vor einer lustvollen Frau.
Eine ungehemmte Frau, für die es keinen Ehrverlust bedeutet, ihre Lust auch zu leben, bringt den Mann an seine Potenzängste – deshalb muss er sie unterdrücken oder sogar beschneiden, wie es noch 100 Millionen(!) jährlich Frauen geschieht, um sich seiner Herrschaft sicher zu sein.
Kulturelle Beispiele sind Legion, ob man jetzt an die Taliban denkt, die dieser Tage viel diskutierte Teil-oder Ganzverschleierung der Frau oder ob wir das Beispiel der heiligen Jungfrau Maria nehmen, deren Ehre darin besteht, als Jungfrau Mutter geworden zu sein, was es jeder normalen Mutter unmöglich macht, eine ähnliche Ehre wie Maria zu erlangen! Und für uns Christen: Wer ist schuld an der Vertreibung aus dem Paradies? Eva natürlich – Adam ist das Opfer der Verführung.
All das hat weitgehende Implikationen, vor allem die der Triebbeherrschung, auch für die Männer, obwohl für die Frauen für ihre Ehre mehr dran hängt, auch heute noch. In der katholisch-christlichen Kultur dürfen sich junge Männer “die Hörner abstossen”, während junge Frauen darauf zu achten haben, dass eben diese jungen Männer den Respekt vor ihnen behalten.
Aber auch in einer sexuell aufgeklärteren Gesellschaft wie der unseren zur Zeit, wirken diese alten Zöpfe unterschwellig weiter. ein sexuellaktiver Mann wird als “toller Hecht “bewundert, für eine sexuell gleichermassen aktive Frau steht schnell die Bezeichnung “Schlampe” oder “Hure” zur Verfügung.
99 % aller Teilnehmer in meinen Gruppen antworteten auf die Frage, ob zu Hause auch mal über Sex gesprochen wurde, mit NEIN. Auch in solchen Familien, die an der Oberfläche nicht als religiös eingestuft wurden, war das Thema tabu. Fortwährende Ignoranz des Themas bewirkt in der Familie, dass der Glaubenssatz “Darüber spricht man nicht” verinnerlicht wird, obwohl er nie expressis verbis geäussert wird.
Die Sexualmoral des jeweiligen Kulturkreises spielt die größte Rolle für die Schwierigkeiten, die in ihr lebende Mitglieder mit der Sexualität haben. Die haben aber auch Naturvölker: bei den Lakotas dürfen Frauen nicht in die Schwitzhütte, wenn sie ihre Periode haben, bei vielen Völkern gelten menstruierende Frauen als “unrein” und müssen in dieser Zeit getrennt von den Männern leben.
Kommt jetzt noch zur kulturellen Repression der Sexualität ein Trauma hinzu, ist das komplizierte Verhältnis zur Sexualität hinreichend erklärt. Wir sind in innere Widersprüche verwickelt, dazu kommen die Widersprüche des Kollektivs, in dem wir leben – und der Orgasmus, der Kontrollverlust bedeutet,
wird immer schwieriger!
(hier im Shop gibts auch eine “Orgasmus” CD)

3. März 2011

Fragen der Teilnehmer aus dem Orgasmusseminar

Filed under: Sexualität — Advaita @ 14:57

Jetzt haben wir den Orgasmus definiert und ab jetzt beantworte ich anonymisierte Fragen von Teilnehmern aus dem Orgasmusseminar. Damit sich niemand outen musste vor den anderen Teilnehmern in der Runde, liess ich die Teilnehmer ihre Fragen auf einen Zettel schreiben. die Zettel wurden dann eingesammelt, aber niemand wusste, von wem die Frage kam. Die Teilnehmer waren natürlich beiderlei Gechlechts und im Durchschnitt zwischen 25 und 60 Jahren alt. Bei manchen Fragen ist geht das Geschlecht des Fragenden eindeutig aus der Frage hervor, manchmal nicht. Da die Teilnehmer aus der breiten Mitte der Gesellschaft kommen, gehe ich davon aus, dass diese Frage recht gut das Wissen/Unwissen über Sexualität in der Gesellschaft spiegeln.
Icjh beginne mit den Fragen, die sich eher mit dem Vorfeld und der Einbettung des sexuellen Geschehens beschäftigen, also mit der ersten, oben beschriebenen Phase, der Vorlust.
Hier Frage 1:
6)”Wie wichtig ist das Gefühl, ungestört zu sein? Kinder, Nachbarn, die einen hören könnten, lenken ab.”

Es ist ja nicht so, dass Menschen, die einen hören könnten, ablenken, sondern, dass man sich abgelenkt fühlt von anerzogenenem Schmagefühl. Diese Menschen, so haben uns die Eltern gesagt,
sollten uns nicht hören bei unserer sexuellen Aktivität. denn: Was sollten die dann denken?
Bei meiner Arbeit mit Kindheitstraumata war der elterliche Satz:”Was sollen denn die Leute denken?”
ungeheuer universell präsent. Obwohl “die Leute” niemals gefragt werden, was sie tatsächlich denken!
Erwachsene Nachbarn werden wohl damit leben können! Vielleicht lassen sie sich von lustvollen Geräuschen inspirieren, das Gleiche zu tun – das wäre ja nichts Schlimmes..
Was kleine Kinder betrifft, kann es ein, dass sie solche Geräusche unter Umständen falsch interpretieren. sie haben dann vielleicht Angst, dass “Mutti etwas geschieht”.Kinder können beunruhigt werden -allerdings nur, wenn sie nicht wissen, um was es geht. Insofern sollte man offen mit dem Thema umgehen, sobald sie verstehen können; ihnen erklären, dass die körperliche Liebe mit gewissen Klängen und Geräuschen einher geht.
Manchmal ist der Punkt Nachbarn/Kinder/andere Hotelgäste e.t.c aber auch ein Vorwand, der eine Verweigerung verbergen soll, die eigentlich andere Gründe hat, meistens eigene Lustlosigkeit oder Ablehnung des Parnters.
Inwieweit man “Ungestörtheit” braucht, hängt auch sehr von der Persönlichkeit der Partner ab.
Mache brauchen mehr, andere weniger. Aber der Einfluss der “Moral” ist meistens hinderlich und hemmend.
Es ist gut, sich so weit wie möglich von Lustverboten frei zu machen, die die Kindheit bestimmt haben.
Dazu muss man sie sich erst ein Mal klar vor Augen stellen. Nicht immer hat man sie gehört. Manchmal reicht es, dass zu Hause nie über Sex geredet wurde. Dadurch wurde transportiert, dass am besten alles, was damit zusammenhängt, schweigend geschieht und dann darüber geschwiegen werden soll!

Unsere Gesellschaft ist immer noch sehr verlogen in punkto Sex, obwohl es täglich 250 neue Pornoseiten im Netz gibt. Viele meiner Mitarbeiter wagen es nicht, von ihrem Chef mit Tantra in Verbindung gebracht zu werden – sie gehen dann offziell zum “Yoga”- Seminar oder in den Urlaub.
Wäre gut, wenn wir alle mit der Verlogenheit aufhören würden, damit alle eine natürlichere Einstellung gewinnen könnten. Wir sind alle sexuelle Wesen – auch der Chef, die Nachbarn, sogar die Kinder.

Mir wurde ein Mal die Wohnung gekündigt, unter anderem mit dem Argument, es dringe immerzu “Lustgestöhn” aus der Mietsache, was deren Wert vermindere!
Ich hoffe, diese Anekdote zaubert ein Lächeln auf die Lippen des Lesers..
Ansonsten ist gut, so feldunabhängig wie möglich beim Sex zu sein -und nicht nur da!

24. Februar 2011

Der Orgasmus -immer wieder interessant

Filed under: Sexualität — Schlagwörter: , , , — Advaita @ 08:31

Immer wieder habe ich in meinen Tantra-Seminaren festgestellt, dass trotz durchaus fortschreitender Liberalisierung der Sexualität in der Gesellschaft erstaunlich vielen Menschen ein gewisses Grundwissen zum Thema fehlt.
Täglich gibt es 250 neue Pornoseiten im Netz, und 25 % aller Anfragen beziehen sich auf Sex. Natürlich eher schlichtweg Konsum von Bildchen und Filmchen – und ich nehme mal an, dass die Konsumenten mindestens 80% Männer sind. Leider hilft dieser Konsum, der eine Hilfe bei der Selbstbefriedigung darstellt, nicht der mit Partner gelebten Sexualität auf die Sprünge.
Eines der erfolgreichsten Seminar-Formate ist das Orgasmus-Seminar seit 2001.
Die Teilnehmer dürfen anonym Frage stellen. Viele dieser Fragen habe ich gesammelt und werde sie hier nach und nach beantworten.
Doch zunächst ein Mal: Was ist ein Orgasmus?
Im Folgenden übernehme ich die Definition von Wilhelm Reich – mit meinen eigenen, einfachen Worten. Immer noch empfehlenswert: In die „Funktion des Orgasmus“ definiert er als Erster den Orgasmus wissenschaftlich
Aus „ Die Last mit der Lust“(A.M. Bach 2001)
Die erste Phase wird die Vorlust genannt
Dazu gehört Erregung durch visuelle Reize, durch Streicheln, Stimulieren von Brustwarzen, der Ohrläppchen, der erogenen Zonen der Frau – die Innenseite der Oberschenkel, das stimulieren vielleicht auch durch erotisierende Worte, Stimulieren des Penis´.
Es kommt bei beiden Geschlechtern zu einer erhöhten Durchblutung der Genitalien, beim Mann tritt eine Erektion ein, die Frau wird feucht…
Wichtig auch, dass diese Phase von willentlicher Steigerung begleitet wird, das heißt, das Ich spielt noch eine Rolle, hat noch die Kontrolle über das Geschehen.
Die zweite Phase ist das Eindringen des Lingams (tantrische Bezeichnung des männlichen Genitals), daß von beiden als vertiefte Lust empfunden wird. Der Drang nach rhythmischer Bewegung erhöht sich bei Mann und Frau, das Lustempfinden hängt jetzt auch stark von der Harmonie zwischen den Partnern ab – ejakuliert jetzt der Mann verfrüht, fühlt sich die Frau „verlassen“, kommt die Frau in Abwehr, was manchmal nach dem Eindringen geschieht, ist die Frustration groß für den Mann. Immer noch sind die Reizsteigerungen willkürlich, das heißt „gemacht“.

In der dritten Phase setzen die unwillkürlichen Bewegungen des Beckens ein. Hier setzt die Funktion des Ichs aus und beide werden zu einem Rhythmus – wieder vorausgesetzt, es besteht eine ungefähre Gleichzeitigkeit im körperlichen Geschehen der Partner.
Jeder kennt das – besonders schön ist es, wenn beide gleichzeitig „kommen“, aber das ist einfach nicht immer so.
An diesem Punkt ist wesentlich, ob die Liebenden fähig sind zur „orgastischen Potenz“, ein Begriff, den Reich erfunden hat im Unterschied zur erektiven Potenz des Mannes.
Sie bedeutet (Zitat): „die Fähigkeit zur Hingabe an das Strömen der biologischen Energie ohne jede Hemmung, die Fähigkeit zur Entladung der hochgestauten sexuellen Erregung durch unwillkürliche lustvolle Körperzuckung.“

Die vierte Phase ist der Orgasmus selbst; der nur dann ein Orgasmus genannt werden sollte, wenn die Empfindung ganzkörperlich ist, nicht nur genital.
Je eingespielter ein Paar ist, um so eher ist Vertrautheit da, je mehr Vertrautheit und Intimität vorhanden ist, um so eher kann der Orgasmus ungefähr gleichzeitig einsetzen.
Die fünfte Phase ist das Rückströmen der Erregung in den Körper, ein Absinken der Spannung, die Akme. Wenn das ganze Geschehen tief befriedigend war, bleibt eine zufriedene Dankbarkeit für den Partner und ein wohliges Gefühl.
Weiter geht’s nächsten Montag..


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