Mann tendiert zu “ejaculatio praecox”, wenn er innerhalb von drei bis fünf Minuten sexueller Betätigung “kommt”.
In meiner mehr als drei Jahrzehnte währenden Arbeit als Seminar-Leiterin wurden mir immer wieder Fragen wie die unten gestellt.
Falls e s dich betrifft, der gerade hier liest: du bist nicht allein. Männer sprechen untereinander selten über diese Thema, weil sie es als “ehrenrührig” empfinden, die Eigenbeurteilung ihre Männlichkeit daran knüpfen. Viel quälen sich damit ein ganzes Leben, ohne Hilfe zu suchen oder sie suchen Hilfe und finden keine – doch es gibt gute Neuigkeiten:
Mit bioenergetisch-tantrischer Körperarbeit kann die Potenz gesteigert werden!
Hier die anonym gestellte Frage eines Teilnehmers des Orgasmus-Seminars, die sehr typisch ist:
“Ich habe erst seit eineinhalb Jahren regelmäßig Sex. Früher kam ich immer gleich, heute geht es etwas länger. Es ginge sogar sehr lange, aber dann ist es langweilig. Meine Freundin liebt es, wenn ich sie richtig „rannehme“. Aber sobald ich zu einer Serie von mehreren schnellen Stößen ansetze, und es anfängt, richtig Spaß zu machen, komme ich sofort. Dies macht den Sex zunehmend problematisch und ich sehe darin zwei Probleme: 1. fehlt mir der Spaß 2. Fehlt er meiner Freundin. Was kann ich tun?”
Die Worte „früher kam ich immer gleich“ deuten auf die wohl häufigste männliche Einschränkung für befriedigenden Sex: die „ejaculatio praecox“ – die vorzeitige Ejakulation oder den vorzeitigen Samenerguss. Auf der körperlichen Ebene bedeutet das, dass die inneren Beckenbodenmuskeln so sehr chronisch angespannt sind, dass eine permanente Übererregung vorhanden ist, die aber nicht registriert wird, weil sie schon immer da ist und war.
Die chronische Verspannung der Beckenbodenmuskulatur kann mit mit der tantrischen Beckenatmung, bioenergetischen und yogischen Übungen dauerhaft behoben werden. Diese Methoden werden im Advaita-Tantra vermittelt und können nach dem Erlernen auch selbstständig praktiziert werden..
Zunächst ein Mal die Beschreibung möglicher früher bis sehr früher Ursachen:
„Die Ursachen können unter Umständen, je nach Biografie, sehr früh im Leben des Säuglings, Kleinkindes angelegt werden. Bei der Sauberkeitserziehung entstehen oft schon die Grundlagen für eine gestörte, gehemmte oder sogar schwer traumatisierte Sexualität. Falls die Mutter oder Pflegeperson selbst sexuell unterdrückt ist, weil sie repressiv erzogen wurde, unter Umständen sogar einen geheimen Ekel vor den Exkrementen des Säuglings hat, dann wird sie dazu tendieren, das Kind schnell zu versorgen, oder auch ein wenig ruppig und hart anzufassen.
Wenn dann noch die ersten genitalen Entdeckungen des Kindes dazu kommen, die sie unterbinden will, indem sie seine Hand wegstößt oder heftig „Bah, bah, das macht man nicht“ in herrischem Ton sagt, dann wird das Kind, das zu Beginn seines Lebens noch sehr offen und sensibel ist, sich aber nicht ausdrücken kann, zum Beispiel selbst Ekel entwickeln vor dem eigenen Körper, vor den eigenen lustvollen Impulsen, vor Kot und Urin, und sogar vor der Berührung durch eine Frau. Diese Entwicklung ist langwierig und sehr unterschwellig, oft dem erwachsenen Mann nicht mehr bewusst.
Auch wenn die Mutter gefühlskalt ist, teilt sich die Kälte den Genitalien mit bei der Berührung. Ist die Mutter vielleicht sogar verborgen aggressiv, dann kommt die Angst dazu, die ein solches Verhalten bei einem wehrlosen kleinen Wesen erzeugt. Die Erfahrungen der ersten vier Lebensjahre werden im Stammhirn zu Urimpulsen. Im Grunde sind nur zwei Reaktionen bei unangenehmen Erfahrungen oder Gefahr möglich: Flucht oder Angriff. Beides ist für das Kleinkind nicht möglich, deshalb bleibt ihm nur die Kontraktion der kleinen Muskeln, das Anhalten des Atems und natürlich Schreien – was ihm aber unter Umständen auch abgewöhnt wird mit diversen Sanktionen. Zum Beispiel haben Generationen von Müttern nicht auf das Schreien ihrer Kinder gehört, weil man das Kind so „verwöhnen“ würde. Bis jetzt stimmt das für beide Geschlechter, Mädchen wie Buben.
Bei den kleinen Jungen kommt ein wesentlicher Faktor dazu: sie werden im Allgemeinen später sauber als die kleinen Mädchen. Da gibt es dann eine Menge Motivation für den Kleinen, der Mama „nicht mehr so viel Arbeit“ zu machen. Bevor der Kleine vom Schließmuskel her dazu in der Lage ist, verkrampft er den ganzen Urogenitaltrakt, damit Mama sich freut. Er wird gelobt und geliebt! Alle Muskeln im Beckenboden, die Peniswurzel, der Anus, sogar auch Bauch und Zwerchfell werden angespannt. Durch die chronische Muskelanspannung wird die Atmung automatisch flacher, deswegen werden dann auch „Krachmachen“, Beweglichkeit und sexuelle Impulse mit eingeschränkt. Das kam zumindest einer sehr großen Anzahl sexuell unterdrückter oder missbrauchter Mütter sehr entgegen:
Fertig ist der brave, saubere und anständige kleine Bub. Das passte doch wunderbar ins Erziehungskonzept!
In der Pubertät kann dann noch Folgendes passieren:
Wegen seines sehr hohen Testosteronspiegels kann der Heranwachsende nicht anders, als ab und zu oder auch häufiger zu masturbieren. Die Mutter erwischt ihn oder macht Bemerkungen wegen seiner befleckten Bettwäsche. Im schlimmsten Fall verhöhnt sie ihn wegen seiner nächtlichen Abenteuer. Fertig ist der Praecox – Mann, der schon vorher prädestiniert war wegen seiner Sauberkeitserziehung. Der inzwischen chronisch verspannte Beckenboden und die Peniswurzel erlauben nur noch eine sehr geringe Erregung. Ein so vorprogrammierter Mann wird Schwierigkeiten haben, überhaupt zu erigieren oder er ergießt seinen Samen innerhalb von fünf bis zehn Minuten.
Das hat dann zur Folge, dass er keine Frau befriedigen kann, die selbst halbwegs gesund ist und orgasmusfähig. Sie denkt, es hängt an ihrer mangelnden Schönheit. Sie entwickelt Minderwertigkeitsgefühle, verachtet ihn, weil er sie als „Spucknapf“ benutzt hat und weiß nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Vielleicht behauptet sie, es mache ihr nichts aus. Das mag auch stimmen, wenn das alles ein Mal oder ab und zu vorkommt. Aber, wenn sich das häuft, wird sie frustriert und streitlustig. Es macht ihr nur wirklich nichts aus auf die Dauer, wenn sie selbst sexuelle Schwierigkeiten hat und mit ihm einen unbewussten „Nichtangriffspakt“ geschlossen hat.
Sein Selbstwertgefühl ist schon im Keller, wiederholte schlechte Erfahrungen mit keiner, einer instabilen oder sehr kurzen Erektion nagen am Grundgefühl seiner Männlichkeit. Entweder er spaltet diese Tatsachen ab, kaschiert sie, indem er zum Beispiel sich daran gewöhnt, die Partnerin manuell oder oral zu befriedigen oder er kompensiert mit Höchstleistungen in anderen Lebensbereichen. Je nach eigenem Entwicklungsstand spielt die Partnerin mit oder lässt sich scheiden oder erträgt es, weil sie es im schlimmsten Fall nicht besser kennt.“
(Zitat aus „Wenn Mann nicht kann“, erschienen in der Zeitschrift „Matrix“ Advaita Maria Bach)
Damit der Fragende seine Lust genussvoll spüren kann, müssen die Beckenbodenmuskeln entspannt werden, einen Tonus entwickeln. Sexuelle Spannung zu genießen, die Potenz steigern zu wollen um ihrer selbst willen, nicht, um der Frau zu gefallen, erfordert lockere Muskeln, sonst ist der Mann permanent so kurz vor dem Höhepunkt, dass es nur noch um die Entladung geht – der Weg dahin ist aber die Länge des Liebesaktes. Eine gesunde Frau, die selbst keine Orgasmus -Störungen hat, braucht ungefähr zwanzig Minuten, um selbst zum Orgasmus zu kommen durch genitale Stimulation, nicht drei bis fünf!
Hat sie aber die leidigen Störungen, kann es für sie bis zum ersehnten Höhepunkt erheblich länger dauern, womit unser Liebhaber dann erst recht überfordert ist.
In unsrem speziellen Fall hier möchte die Frau „rangenommen“ werden – was eventuell auf eine Konditionierung hindeuten könnte, die einen aggressiven Stil des Mannes bevorzugt. Die Implikationen dafür sind so selten nicht anzutreffen – aber darauf gehe ich jetzt an diesem Platz nicht ein.
Er schreibt weiter, dass es bei längerer Dauer der Stöße schnell „langweilig“ wird. Das deutet auf abgekoppelte sinnliche Empfindungen hin, das heißt, die Bewegungen werden mechanisch – und er kommt, schon wieder zu früh..
Frustration für beide Beteiligten ist die Folge, auch die Ursache für so manche Ehe, die in allen anderen Aspekten des Zusammenlebens vielleicht in Ordnung ist – aber nicht im sexuellen..
Doch die bioenergetisch-tantrische Körperarbeit gibt die notwendige Hilfe: allmählich kann die erotische Spannung selbst als lustvoll empfunden werden, und vor allem: mehrere Stöße werden nicht „langweilig“, weil die Gefühle durch das Nervensystem zum Gehirn geleitet werden. Dann gibt es noch zahlreiche Übungen, z. B. die PC-Muskel-An-und Entspannung, die ein genitalmuskuläres Work-out darstellen; tantrische Übungen zur Achtsamkeit und Verlangsamung erhöhen die Wahrnehmung des größten Geschenks für uns Sterbliche: den Orgasmus, das Abtauchen in Seligkeit, das Verschwinden des Alltagsbewusstseins, sei es für eine kleine Zeit.
Diese Übungen, die Mann dann auch selbstständig praktizieren kann, vermittle ich in meinem Orgasmus –Seminar.
Das nächste findet statt vom 6. -8. Juli, im Odenwald, hier auf dieser Seite zu finden unter „Termine“.
http://www.advaita-tantra.de/screens/german/viewdate.php?title=Orgasmus
Was kannst du tun? Dir diese Übungen vermitteln lassen, fleißig üben – und die Resultate genießen..
Mehr dazu:http://www.advaita-tantra.de/wordpress/2011/05/
http://www.advaita-tantra.de/wordpress/sexualitat/die-nachste-frage-zum-thema-orgasmus/
http://www.advaita-tantra.de/wordpress/2010/09/



